Alle Episoden

Assia Gorban: Das Mädchen, das den Holocaust überlebte | Was für ein Leben – Folge 23

Assia Gorban: Das Mädchen, das den Holocaust überlebte | Was für ein Leben – Folge 23

39m 12s

Eine Kindheit zwischen Ghetto, Todeslager und Flucht – und die Geschichte einer Frau, die niemals aufgehört hat zu erinnern
Manche Erinnerungen begleiten einen ein Leben lang. Assia Gorban trägt sie seit mehr als acht Jahrzehnten mit sich.
1933 wird sie als Assia Klurfeld in Mohyliw-Podilskyj in der heutigen Ukraine geboren. Als die deutsche Wehrmacht 1941 die Sowjetunion überfällt, ist sie sieben Jahre alt. Wenig später wird ihre Familie in ein Ghetto gezwungen und anschließend in das rumänisch verwaltete Todeslager Petschora deportiert. Hunger, Gewalt und der tägliche Tod bestimmen fortan ihren Alltag.
Doch ihre Mutter weigert sich, das Schicksal ihrer Kinder...

Carla Kalkbrenner: Zwischen DDR-Fernsehen, Wende und Krimi | Was für ein Leben – Folge 22

Carla Kalkbrenner: Zwischen DDR-Fernsehen, Wende und Krimi | Was für ein Leben – Folge 22

25m 45s

Manche Menschen beobachten Geschichte. Andere erzählen sie. Carla Kalkbrenner hat beides getan.
Sie wächst in der DDR als Tochter des Malers Fritz Eisel auf und erlebt ihre Kindheit in Potsdam. Später studiert sie Journalistik in Leipzig und arbeitet ab 1979 für das Fernsehen der DDR. Als die Friedliche Revolution das Land verändert, berichtet sie mittendrin über eine Gesellschaft im Umbruch – zunächst für den Deutschen Fernsehfunk, später für den ORB, das ZDF und die Deutsche Welle. Für ihre Arbeit wird sie unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.
Doch Carla Kalkbrenners Geschichte endet nicht im Journalismus. Heute schreibt sie erfolgreiche Berlin-Krimis,...

Michael Sturm: Lebensborn-Kind auf der Suche nach der eigenen Wahrheit | Was für ein Leben - Folge 21

Michael Sturm: Lebensborn-Kind auf der Suche nach der eigenen Wahrheit | Was für ein Leben - Folge 21

36m 37s

Eine Biografie zwischen Verschleierung, Aufarbeitung und einem Leben im Schatten der NS-Vergangenheit
Manche Lebensgeschichten wirken wie aus einem Drehbuch – nur dass sie real sind. Michael Sturm ist so eine Geschichte.
1941 in Bad Polzin (heute Polen) geboren, verbringt er seine ersten Lebensjahre in einem Lebensborn-Heim der SS. Was er selbst davon weiß? Jahrzehntelang praktisch nichts. Denn seine Herkunft wird ihm systematisch verschwiegen – von seiner Familie, von seiner Mutter, von einer Vergangenheit, über die nicht gesprochen wird.
Er wächst mit einer anderen Geschichte auf: Sein Vater sei ein Widerstandskämpfer des 20. Juli gewesen, gefallen im Kampf gegen Hitler. Erst...

Ilse Biberti – Zu viele Geschichten für nur einen Podcast  | Was für ein Leben - Folge 20

Ilse Biberti – Zu viele Geschichten für nur einen Podcast | Was für ein Leben - Folge 20

41m 53s

Ilse Biberti hat in ihrem Leben so viel erlebt, dass man daraus vermutlich mehrere Podcasts machen könnte. Schauspielerin, Regisseurin, Autorin, Produzentin, Sesamstraßen-Star, Pflegende von Angehörigen und heute Aktivistin bei den Omas gegen Rechts.
In dieser Folge von „Was für ein Leben“ spricht Matti Geyer mit einer Frau, die sich immer wieder neu erfunden hat. Ilse erzählt von ihrer schwierigen Kindheit, ihrem Auszug von zu Hause, ihrer ungewöhnlichen Verbindung zu Robert Biberti von den legendären Comedian Harmonists, ihren Erfolgen als Schauspielerin und Regisseurin sowie von den Widerständen, gegen die sie sich in einer von Männern dominierten Branche behaupten musste.
Außerdem geht...

Der Mann, der das Ampelmännchen gerettet hat  | Was für ein Leben - Folge 19

Der Mann, der das Ampelmännchen gerettet hat | Was für ein Leben - Folge 19

40m 46s

Markus Heckhausen: Eine Biografie zwischen Design, Ostalgie und der Rettung eines Berliner Symbols
Manche Dinge verschwinden fast – und werden dann doch zu etwas ganz anderem. Der Weg des Ost-Ampelmännchens ist genau so eine Geschichte.
Markus Heckhausen kommt Ende der 1980er-Jahre als Produktdesigner nach Berlin – in eine Stadt im Umbruch, zwischen Ende der DDR und neuer Hauptstadt-Identität. Eigentlich interessiert er sich für Gestaltung, Materialien und neue Formen.
Doch dann entdeckt er ein scheinbar unscheinbares Objekt, das gerade dabei ist, aus dem Stadtbild zu verschwinden: das Ost-Ampelmännchen.
Während nach der Wiedervereinigung viele DDR-Symbole ersetzt und abgebaut werden, sieht Heckhausen in...

Vapula Haukongo – Die DDR-Kinder aus Namibia | Was für ein Leben – Folge 18

Vapula Haukongo – Die DDR-Kinder aus Namibia | Was für ein Leben – Folge 18

19m 19s

Vapula Haukongo wurde als Kind mitten im Kalten Krieg aus einem namibischen Flüchtlingslager in die DDR gebracht. Dort wuchs er in Ostdeutschland auf, sprach Deutsch, ging zur Schule und sollte Teil einer neuen sozialistischen Elite für ein unabhängiges Namibia werden.
Doch dann fiel die Berliner Mauer – und plötzlich musste er zurück. In ein Land, das eigentlich seine Heimat war, ihm aber völlig fremd geworden war.
In dieser Folge erzählt Vapula Haukongo, wie es war, zwischen zwei Kulturen und Identitäten aufzuwachsen, warum viele der sogenannten „DDR-Kinder aus Namibia“ bis heute mit ihrer Vergangenheit kämpfen – und wie er es geschafft...

Bettina Göring – Leben mit einem belasteten Namen | Was für ein Leben - Folge 17

Bettina Göring – Leben mit einem belasteten Namen | Was für ein Leben - Folge 17

27m 53s

Bettina Göring trägt einen Namen, der bis heute mit den Verbrechen des Nationalsozialismus verbunden ist. Sie ist die Großnichte von Hermann Göring – einem der führenden Männer im NS-Regime.
Doch was bedeutet es, mit so einer Familiengeschichte zu leben?
In dieser Folge spricht Bettina Göring darüber, wie sie ihre Herkunft lange verdrängt hat, warum sie sich später intensiv damit auseinandergesetzt hat – und wie sehr sie diese Vergangenheit geprägt hat. Sie erzählt von ihrem Leben als Aussteigerin, von ihrer bewussten Abgrenzung zur Ideologie ihrer Familie und davon, wie sie ihren eigenen Weg gefunden hat.
Ein Gespräch über Verantwortung, Identität und...

Zwischen Aids-Station, Pflegealltag und neuer Berufung: Antje Hartmann | Was für ein Leben - Folge 16

Zwischen Aids-Station, Pflegealltag und neuer Berufung: Antje Hartmann | Was für ein Leben - Folge 16

29m 18s

Eine Biografie zwischen Fürsorge, Grenzerfahrungen und kreativer Selbstverwirklichung
Manche Lebenswege verlaufen nicht geradlinig – sondern zwischen Berufung und Neuanfang. Der von Antje Hartmann ist ein solcher.
In Ost-Berlin geboren und in einer medizinisch geprägten Familie aufgewachsen, entwickelt sie früh ein Gespür für Menschen – und für Geschichten. Mit 18 beginnt sie ihre Ausbildung zur Krankenschwester und taucht in den intensiven Krankenhausalltag der 1990er-Jahre ein.
Sie arbeitet auf Aids-Stationen, erlebt Nachtschichten, Ausnahmesituationen und begegnet Menschen aus unterschiedlichsten Lebenswelten. Später ist sie in der ambulanten Pflege in Kreuzberg tätig, wo sie Armut, Einsamkeit und oft übersehene Realitäten hautnah erlebt.
Mit der Zeit...

Bevor es zu spät ist: Ein Gespräch mit meinem Vater | Was für ein Leben - Folge 15

Bevor es zu spät ist: Ein Gespräch mit meinem Vater | Was für ein Leben - Folge 15

19m 48s

Ein Leben gegen den Strom: Harald Geyer
Manche Gespräche sind mehr als Interviews. Dieses ist eines davon.
In dieser Folge spricht Matti Geyer mit seinem eigenen Vater – Harald Geyer. Ein Gespräch unter besonderen Umständen: Harald befindet sich in Palliativpflege. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Das Sprechen fällt ihm bereits schwer.
Geboren 1939, wächst er in den letzten Kriegsjahren und der unmittelbaren Nachkriegszeit auf. Früh verliert er seinen Vater. Kurz nach Kriegsende wird die Familie von sowjetischen Soldaten aus ihrem Zuhause vertrieben. Hunger prägt den Alltag – bis eine Beziehung seiner Mutter zu einem sowjetischen Offizier das Überleben sichert.
Harald...

Rebellion, Rausch und Religion: Nina Hagen erzählt | Was für ein Leben - Folge 14

Rebellion, Rausch und Religion: Nina Hagen erzählt | Was für ein Leben - Folge 14

24m 40s

Eine Biografie zwischen Punk, Provokation und spiritueller Suche

Manche Leben sprengen jede Schublade. Das von Nina Hagen gehört dazu.
Aufgewachsen in Ostberlin in einer politisch unbequemen Familie, wird sie früh zur Außenseiterin. Staatliche Institutionen setzen ihr Grenzen – doch sie findet ihren eigenen Weg in der Musik.
Zunächst wird sie in der DDR bekannt, später im Westen zur Ikone und schließlich international berühmt.
Ihr Weg führt sie durch die Punk-Szene Londons, das wilde Westberlin und bis nach Los Angeles. Ein Leben zwischen künstlerischen Höhenflügen und persönlichen Abstürzen, geprägt von Exzessen, radikaler Selbstinszenierung und immer neuen Neuanfängen.
Doch Nina Hagen sucht...