Vapula Haukongo – Die DDR-Kinder aus Namibia | Was für ein Leben – Folge 18
Shownotes
Vapula Haukongo wurde als Kind mitten im Kalten Krieg aus einem namibischen Flüchtlingslager in die DDR gebracht. Dort wuchs er in Ostdeutschland auf, sprach Deutsch, ging zur Schule und sollte Teil einer neuen sozialistischen Elite für ein unabhängiges Namibia werden. Doch dann fiel die Berliner Mauer – und plötzlich musste er zurück. In ein Land, das eigentlich seine Heimat war, ihm aber völlig fremd geworden war. In dieser Folge erzählt Vapula Haukongo, wie es war, zwischen zwei Kulturen und Identitäten aufzuwachsen, warum viele der sogenannten „DDR-Kinder aus Namibia“ bis heute mit ihrer Vergangenheit kämpfen – und wie er es geschafft hat, trotz dieses radikalen Bruchs seinen eigenen Weg zu finden. Heute lebt er als Zahnarzt in München.
Ein Gespräch über Heimat, Verlust, Anpassung – und die Frage, wo man hingehört, wenn man eigentlich zwei Leben hatte.
Habt ihr eine Geschichte für uns? Kennt ihr jemanden, der oder die ein außergewöhnliches Leben geführt hat?
Eine Geschichte, die man einfach hören muss? Dann schreibt uns an matti.geyer@fluxfm.de
– vielleicht wird genau daraus eine der nächsten Folgen von "Was für ein Leben".
Zum Host des Podcasts: Matti Geyer arbeitet als Redakteur beim Berliner Radiosender FluxFM. Speziell durch seine Arbeit als Stadtführer von toursofberlin bringt er Expertise in Sachen Historie ins Programm ein.
Transkript anzeigen
00:00:02: Flux FM, was für ein Leben.
00:00:05: Außergewöhnliche Biografien
00:00:07: auf
00:00:07: FluxFM.
00:00:08: Hi, ich bin Matti Geier und das hier ist der Podcast über Menschen deren Biografien sich anhören wie ein Film nur dass sie echt sind.
00:00:16: Und die Geschichte heute klingt wirklich völlig absurd!
00:00:20: Mitten im Kalten Krieg werden hunderte Kinder aus Namibia in die DDR gebracht.
00:00:25: Sie wachsen in Ostdeutschland auf lernen Deutsch gehen zur Schule tragen Pionierhalztuch und sollen später mal die neue Elite eines unabhängigen Namibias werden.
00:00:34: Doch dann fällt die Mauer, die DDR verschwindet und die Kinder werden überstürzt
00:00:39: zurückgeschickt
00:00:40: in ein Land das viele kaum noch kannten.
00:00:43: Eines dieser Kinder ist Vapula Haukongo.
00:00:46: Heute lebt er in München und arbeitet dort als Zahnarzt.
00:00:50: Für dieses Gespräch
00:00:51: haben wir deshalb nur telefonieren können was aber auch irgendwie passt zu einer Biografie, die bis heute ja zwischen zwei Welten stattfindet.
00:01:00: Ich habe übrigens versucht, noch andere ehemalige DDR-Kinder zu erreichen.
00:01:04: Aber fast niemand wollte sprechen!
00:01:07: Viele sind an diesem massiven Bruch ihrer Biografie selbst zerbrochen oder möchten bis heute einfach nicht öffentlich drüber sprechen.
00:01:15: Frau Pula Haukongo hat es getan und seine Geschichte beginnt im südlichen Afrika mitten im Krieg.
00:01:30: Du wurdest ja in Sambia, in einem Flüchtlingslager geboren.
00:01:33: Kannst du dich daran noch irgendwie erinnern?
00:01:36: Ja, mitbekannte ich mich schon erinner so zum Wagen.
00:01:40: Zum Beispiel?
00:01:41: Ja
00:01:41: z.B.,
00:01:42: dass wir da so eine riesige Lager waren und das sich im Zimmer anmitteln.
00:01:46: Da waren sie andere Kinder in der geschlaften Farbe in so Doppelstock-Bettbühnen... Ich kann mir noch wahr erinnern, dass immer so eine riesen Gemeinschaftsbrüche war.
00:01:56: Wo dann uns alle die im Lager beim Bekocht haben.
00:02:00: Aber deine Eltern kamen ursprünglich aus Namibia?
00:02:02: Genau,
00:02:03: meine Eltern.
00:02:04: Wir hatten das Fafro an, den Partei und die haben dann aus dem Exil aus Dambi und Angola gekämmt.
00:02:11: Also kanntest du deine Eltern oder hattest du dann gar keinen Kontakt mit denen?
00:02:14: Ich hatte kein Kontakt.
00:02:15: also mein Vater ist in Krieg gestorben und meine Mutter die habe ich dann... in der DDR mal kennengelernt kam dann, weil zu irgendeiner Vorbildung oder Ausbildung kamen die in die DDR.
00:02:29: danach ist sie da kennengener.
00:02:31: Aha okay!
00:02:32: Weil du kamst ja als Kleinkind in die DDR und gehörtest zu diesen DDR-Kindern von Namibia wie sich genannt wurden.
00:02:38: das waren vierhundert ungefähr Kinder aus Namibien, die aus diesem Unabhängigkeitskrieg in die ddr kamen und in Flüchtlingslagern in Ostdeutschland untergebracht wurden.
00:02:49: Ja genau, da werden sie unsere Heimengen und einem anderen Bildungsehner heimengern.
00:02:54: Und zuerst wurden wir in Nacktenburg-Porpommern ins Schloss runtergebracht.
00:02:58: Das war eine schöne oder städtige Kindheit... ...und die anderen Kinder, die nicht mehr aufgewachsen sind, das waren für mich nie meine Brüder und Schwestern, das war wie meine Familie.
00:03:11: Wie alt warst du also nach Ostdeutschland Kampst?
00:03:14: Da war ich
00:03:16: sechs Jahre alt!
00:03:17: Vielleicht noch mal kurz zur Einordnung, weil diese Geschichte bis heute er erstaunlich unbekannt ist.
00:03:23: Namibia war erst deutsche Kolonie.
00:03:25: später wurde das Land von Südafrika kontrolliert inklusive Apartheitssystem.
00:03:30: Dagegen kämpfte ab den Sechzigern die Befreiungsbewegung Swapo, die marxistisch geprägt war und Unterstützung aus dem Ostblock bekam – von Cuba der Sowjetunion und eben auch der DDR.
00:03:42: Während des Unabhängigkeitskriegs entstanden riesige Flüchtlingslager in Angola und Sambia.
00:03:47: Und nach einem besonders brutalen Angriff der südafrikanischen Armee auf das Lager Kasinga, bei dem hunderte Menschen starben, bat der Swapo-Chef sozialistische Staaten darum Kinder aus den Lagern aufzunehmen.
00:04:01: Die DDR sagte zu.
00:04:03: Ab neunzehnundsiebzig kamen rund vierhundert namjubische Kinder nach Ostdeutschland viele gerade mal drei, vier oder fünf Jahre alt.
00:04:10: Untergebracht wurden sie unter anderem im Jagdschloss Berlin in Mecklenburg-Vorpommern.
00:04:15: Dort bekamen sie eine komplette DDR Kindheit, Schule, Fahnhapel, Pionierlieder und sozialistische Erziehung.
00:04:21: Die Idee dahinter war ziemlich klar – diese Kinder sollten später die neue Elite eines unabhängigen Namibia werden!
00:04:28: Nur kam alles ganz anders.
00:04:30: In den letzten Jahren wurde das Projekt namibiasunabhängig und fast zeitgleich bericht die DDR zusammen.
00:04:36: Endet abrupt.
00:04:37: Die Kinder werden zurückgeschickt, nach elf Jahren Deutschland landen viele plötzlich in einem Land, dessen Sprache sie nicht perfekt sprechen und an das sie oft kaum Erinnerung haben.
00:04:46: Für viele begann damit ein Leben zwischen zwei Identitäten zu Deutsch für Namibia, zu Namibisch für Deutschland.
00:04:53: Einige haben trotzdem Karriere gemacht andere sind komplett abgestürzt.
00:04:58: bis heute kämpfen viele mit dieser zerrissenen Biografie Und genau das macht die Geschichte von Vapula Hau Kongo so besonders.
00:05:06: Und weißt du was, wie die Kinder ausgesucht wurden?
00:05:09: Also wieso wurde es gerade du zum Beispiel ausgesuchten?
00:05:12: Keine Ahnung.
00:05:13: Denn ältere schon da waren, wenn sie wussten der Bruder ist auch da dann haben wir gleich besucht und das Geschwister auch dahin.
00:05:19: aber das war sogar mit alles in Erzungsfall.
00:05:21: also noch was für ein Tritäger um die die Kinder daraus genutzt haben weiß ich nicht wo's
00:05:26: war.
00:05:26: Okay!
00:05:27: Also und zunächst ging's an dieses Schloss in Mecklenburg-Vorpommern hast Du gesagt Ja Das muss ja beeindruckend gewesen sein oder aus einem Flüchtlingslager in ein Schloss zu kommen, auch wenn man mit sehr vielen anderen Kindern in den Zimmern schläft.
00:05:39: Also auch jetzt, wenn ich sie nacheinander mir angeschaut habe das war ein Riesen-Schwoß-Solidar-Räten an die zweihunderttauner Kinder.
00:05:48: Das war schon nicht gewarnt worden.
00:05:50: Ja.
00:05:51: Hattest du Kontakt zu anderen Kindern und Menschen, denen nicht aus Afrika kamen?
00:05:56: Oder wart ihr ziemlich isoliert?
00:05:58: Irgendwann komplett isoliert.
00:06:00: Das war auch kommt jetzt unter Sack.
00:06:02: Warum?
00:06:03: Ja, es war ja in Situationen, das war Kalzer Krieg, Geheimhalter und all'n sonst...
00:06:10: Aber ihr standet ja auf der richtigen politischen Seite sag ich mal!
00:06:13: Ja aber wir Kinder durften mit keinem in Kontakt haben und so.
00:06:18: Okay, aber die Erzieher kam ja aus der DDR oder
00:06:20: nicht?!
00:06:21: Ja, aber den Wohlchen war aus dem Wetter hingehen kann und da...
00:06:25: Und hast du dich dann überhaupt noch irgendwann als Namibisch wahrgenommen und gefühlt?
00:06:31: Ja, schon.
00:06:32: Man hat auch immer darauf geachtet, dass wir unser Wurzeln nicht vergessen.
00:06:36: Da waren dann die Beschätzchen hier, da wurden auch einmal unterrichtet wie es gerade im Krieg läuft und ich fühlte mich immer als der Mitglieder.
00:06:44: Okay
00:06:45: aber bestimmt auch irgendwann auch wenn man die ganze Kindheit in eine DDR verbringt oder so lange?
00:06:50: Ja ja.
00:06:51: Wir wussten ja, wir wohnen da als Elite-Eimer da ausgewählen und wir wussten irgendwann sollen wir auch wieder zurück.
00:06:58: das war gar keine Frage.
00:06:59: Ja.
00:06:59: Vielleicht können
00:07:01: wir das noch mal kurz erklären, was war denn das Ziel genau eurer Ausbildung?
00:07:05: Das Ziel ist quasi dass wir eine Schlagbildung bekommen und dann steht da ein Elite-Elektronik, die wir zu Ende übernehmen.
00:07:12: Und ja, wir sollten halt diese Elite werden!
00:07:15: Die politische kommunistische
00:07:16: Elite?!
00:07:17: Ja, genau!
00:07:18: Wie lange warst du insgesamt in der DDR?
00:07:20: Wie viele Jahre waren das dann?
00:07:22: Zirka zehn Jahre war ich da.
00:07:23: Okay...
00:07:24: Und wie kam es deiner Mutter dann irgendwann auch da war?
00:07:28: Ich war plötzlich mal da Bei uns im Heim und dann bist du etwas wie es deine Mutter.
00:07:32: Und
00:07:33: du kanntest die ja nicht?
00:07:34: Nee, ich kann doch nicht mehr jeder sagen können ist meine Mutter.
00:07:37: Ja.
00:07:37: Ich kam auch öfters mal in mich anderen auf Namibia das aus den Lagern zu uns und jedes Mal hat man halt gehofft dass sie es bei einem Lugner oder irgendeiner hier bewandt war und da ging es jeden an Hals gewohnt.
00:07:49: und um die Art hat er zu mir dann gesagt sie ist meine mutter.
00:07:52: Also wenn du ein Pürsün erfährst, hast eine Mutter.
00:07:55: Deine Mutter ist da und ist der schönste Bescherung was man überhaupt bekommen kann.
00:07:59: Das war definitiv unbeschreiblich.
00:08:02: Kannst du sie irgendwie gefragt?
00:08:04: Warum bin ich hier?
00:08:04: Warum bist Du nicht hier?
00:08:06: Habt ihr darüber gesprochen?
00:08:07: Ich wusste ja warum ich da bin!
00:08:09: Sie wusste Kennten und ich hatte das Glück in die DDR in der Schulausbildung zu bekommen.
00:08:14: Da war es nur so ein Lager einfach nicht befallbar, dann gab's nichts.
00:08:17: zuerst hin... Ich war so, ich ging die Konve zu einem riesen Bau.
00:08:21: Einmal ein Weißmangel, was zu essen gab und so.
00:08:23: Das war mit der DDR auch für meine Mutter das Geste, was nur gepasst werden
00:08:27: kann.".
00:08:28: Und hat deine Mutter viel erzählt von diesen Kämpfen?
00:08:34: Hast du sie danach noch mal getroffen?
00:08:35: später?
00:08:36: Ja, später habe ich sie dann im Video, wie wir dann zurückstehen, loswarten, neunzehn.
00:08:40: Aber vom Krieg selber hatte sie nicht mehr gestorben.
00:08:44: Okay!
00:08:45: Wie hast Du denn den Mauerfall... Erlebt.
00:08:49: Ich weiß nur, dass er an den Tag gehen darf und die früh aufgestanden worden ist.
00:08:52: Kein Erzieher dabei!
00:08:53: Da waren die plötzlich alle weg.
00:08:55: Wie war denn diese Nachwendezeit dann?
00:08:57: Als es auch immer klarer wurde, dass das zurückgehen müsste oder wie schnell wurde das überhaupt klar, dass ihr zurückgehen musst müsst?
00:09:04: Das ging ziemlich schnell.
00:09:05: Im Frühjahr waren wir bei der Bahn, dass wir zurück sollen und dann war's auch in Nulli-Augusten, wo man mehrere Tage fliegt.
00:09:12: Dann war alles ziemlich schnell!
00:09:14: Also, neunzehntneunzig genau... Hast du dir dabei mal gedacht, eigentlich möchte ich gerne hier bleiben oder was dir egal?
00:09:22: Ich wusste auch gar nicht, weil es in der Mitte war mit da, wo ich jetzt auf mich zukommen.
00:09:26: Es waren eigentlich nur Scherefreude, dass ich nach Hause kam.
00:09:30: Okay!
00:09:30: Die Älteren haben sich wahrscheinlich schon gedauert und gemacht aber ich war damals für den Teilzehnte.
00:09:37: Also ich stell mir halt nur vor wenn man so viele Jahre da verbringt und dann sonst ins Ungewisse geschickt wird.
00:09:43: Aber da warst du zu jung für, um diese Gedanken zu haben wahrscheinlich.
00:09:46: Ich habe überhaupt keine gedacht.
00:09:48: Okay viele hatten einen Kulturschock.
00:09:50: dann wie wars bei dir?
00:09:52: Ja das war schon also wir waren in diesem Aufbau Lager und nach zwei drei Jahren kam beim Nuttermal und hat mich und meinen Bruder auch an der Gräber mitgenommen und das Lager war ihr Kapiturn.
00:10:07: Das ist halt die Skepto dafür die Schwarzen.
00:10:11: Die hat uns da mitgenommen und wir wohnten dann bei einem Onkel von uns.
00:10:15: Weil die Mutter war ja auch noch nicht so lange in der Media, hatte auch keine Arbeit und keine Unterkunft.
00:10:21: Und dann wohnten wir halt bei dem Onkel.
00:10:26: Das war schon sehr arme Pegneswürde.
00:10:28: Da wohnten wir in so einem Zimmer, waren mal abends im Schlaf, die fünfzehn-zwanzig Leute raus und waren ganz klar.
00:10:36: Ja das war erstmal so ein Sockierend.
00:10:39: Was ist das auch noch gar nicht?
00:10:40: einfach so realisiert, dass es jetzt wirklich viel heißt und das wir uns beruhigen.
00:10:45: Am Anfang schaffte ich mir nie ein Fähigrader, irgendwann gibt's schon wieder ein normales Bett und alles.
00:10:51: Das hat so ein paar Wochen gedauert und dann ist auch realisiert wie das ist jetzt
00:10:55: so.".
00:10:56: Wie war deine Sprachkenntnisse denn als du zurückgegangen bist?
00:10:59: Die haben sich sicher gemacht, dass wir so Muttersprache nicht verjahren.
00:11:01: Wir haben es zwar bei uns in irgendwann ein bisschen gelädelt weil er mit Deutsch lacht, aber wir konnten die... Ich
00:11:12: habe von anderen gelesen, die das ähnliche Schicksal hatten, dass sie dann als Deutsche eher wahrgenommen wurden.
00:11:17: Innamivieren.
00:11:18: War das bei dir auch so?
00:11:19: Da haben wir uns immer ein bisschen bewächert, aber an Beimdrucken gab es da nicht.
00:11:23: Ah ok!
00:11:23: Und du bist bei deinem Onkel erst mal geblieben?
00:11:27: Wir sind da erstmal gebliebene und meine Mutter hat mal Arbeit gebunden über eine Freundin und dann haben wir bei der Freundin in der Stadt Weil hier in der Garage hat meine Mutter da unterfohlen zu können.
00:11:41: In der Garage?
00:11:42: Also auch nicht wirklich groß?
00:11:44: Ja, ohne Groß.
00:11:45: Und was hat sie gemacht dann?
00:11:47: Sie hatte im Staatshaus... ...hat sie in der Küche gearbeitet beim Präsidenten beim ersten Präsidenten.
00:11:54: Ich
00:11:55: könnte mal meinen dass sie sich etwas besseres als eine Garage hätte leisten können mit dem Job oder?
00:11:59: Das wurde sehr schlecht gezählt.
00:12:01: Achso und was hast du dann gemacht?
00:12:03: Irgendwann in den Schülern gepangen, also es hat auch.
00:12:08: Im Januar habe ich deinen Stuhl an der Deutsch-Gelangstelle gewartet.
00:12:12: Okay.
00:12:13: Aufnahme testen und mein Bruder hat den Aufnahme Test nicht gestanden.
00:12:18: Ich hatte einen Rostalldiener da wirklich aufgelommen und bin dann dort sitzen gegangen.
00:12:23: Wann hast du so dann diesen Gedanken gefasst dass du vielleicht doch wieder zurück willst?
00:12:28: Eigentlich war das nur weil ich wollte eigentlich mal Zahnarzt werden.
00:12:31: ja und dann habe ich auf einer Bar Einen damaligen Medizinstudenten, zahlen wir die Studenten kennengelernt und der hat mir gesagt dann macht die Ausbildung zum Zahltechnischen.
00:12:45: Auf dieser Farbe habe ich da ein anderes Erdbeer den Kennengelerl aus München, die hatte einen Zahltechniker Labor in München Und sie haben mir angeboten du war früher fertig bist kannst du jederzeit bei uns Ausbildung machen und sieht dann fertig war.
00:13:01: Da hab ich gesagt, ich bin da fertig.
00:13:03: Könnte ich bei euch Ausbildung machen?
00:13:04: Das war kein Problem!
00:13:06: Dann bin ich rüber auf meine Ausbildung gemacht und ursprünglich wollte ich nur die Aufbildungen in Deutschland machen um dann wieder zurückzugehen in sucht auch eine ganze Zahnreizistik gehen.
00:13:16: das war der Plan.
00:13:16: Das war eigentlich gar nicht so der Plan bei mir.
00:13:19: Es ist nicht so dass ich unbedingt aus der Linie gehört, dass mich da weg wollte.
00:13:24: Ich weiß ja auch von oder ich habe gelesen von anderen wie... dieses Schicksal hatten, dass man sich irgendwie auch enttäuscht gefühlt hat und das man dann plötzlich so ja abgeschoben wurde.
00:13:33: Das war bei dir nicht so, dass du irgendwie Gefühle hattest gegenüber Deutschland?
00:13:37: Dass man euch halt so schnell loswerden wollte?
00:13:50: Und wie das jetzt in meinem Marken, dann natürlich anders machen können und wollen.
00:14:00: Aber ich war nicht enttäuscht!
00:14:03: Es war halt so...
00:14:05: Wie ist es dein Bruder-Aggang?
00:14:06: Was macht der inzwischen?
00:14:09: Ja, mein Bruder hat's nicht so schön alles hinbekommen, weil bei ihm war es doch irgendwie nur der Klackpunkt, dass er mit dem Danzin hier und da nicht so gut schräg kam.
00:14:20: Ich weiß es bestätigt mich nicht.
00:14:22: Aber er hat sich leider nicht so mutig bewahren.
00:14:25: Und er ist in Namibien
00:14:26: geblieben?!
00:14:26: Wir waren aber vor mir wieder in Deutschland, um eine Ausbildung zu machen.
00:14:30: Ich habe mich als Dachdecker und wurde aus irgendeinem Grund, den ich bis heute nicht weiß, auf Deutschland dann ausgewiesen und ist jetzt in La Nibia und ist da komplett auf die Schicht geballen.
00:14:39: Und das war immer ein Up and Down und...
00:14:44: Verstehe.
00:14:45: Seid ihr in Kontakt überhaupt noch oder?
00:14:48: Ja wir sind immer in Kontakt natürlich.
00:14:49: Immer im Ruder unterstützt sich wo es geht.
00:14:53: Es kommt rüber von egal was da was für einen Scheiß baut.
00:14:59: Ja gut.
00:15:00: Hattest du andere Freunde in dieser Gruppe, die auch irgendwie krasse traurige Brüche erlebt haben?
00:15:08: Schicksalsbrüche?
00:15:16: Du bist dann in München geblieben!
00:15:17: Die hat München offenbar gefallen
00:15:18: oder?!
00:15:20: Ich wollte eigentlich nach der Ausbildung gehen, aber dann schick mal ein Zeug mit Bein und schauen mal ob das passt.
00:15:32: Und dann hat alles gepasst, da kommen die Studierungen doch!
00:15:34: Und in den Jahr zwölf hast du eine eigene Praxis aufgemacht?
00:15:38: Genau!
00:15:39: Und im vollen eigenen Studium wollte ich auch noch wieder zurück.
00:15:43: Okay...
00:15:44: Aber dann wurden mir die Praxis angeboten.
00:15:46: Dann sagten wir okay, ich schaue es mir lesens an habe ich gesehen, dass das ist.
00:15:51: Ich nehme dieses Angebot wahr und fahre mich weiter wie zwölf in der Praxis gekommen.
00:15:55: Hast du noch Kontakt zu anderen?
00:15:59: Ich weiß nicht.
00:15:59: Wie ist es von diesem ganzen DDR-Kindern damals... Ist es so eine Art, dass ihr in Kontakt geblieben seid oder gar nicht?
00:16:05: hat sich das aufgelöst?
00:16:06: Oder gibt's da so Gruppen...?
00:16:07: Wir haben da so ein WhatsApp-Gruppe.
00:16:10: Da schreiben wir alles mögliche rein.
00:16:12: Und dann kann man auch kommunizieren.
00:16:14: Dann kriege ich selber mit.
00:16:15: Wenn ich da nicht schreibe, sondern die Schlüsse dort nicht.
00:16:20: Da war ich meist immer bescheid.
00:16:22: Sind die meisten in Namibia oder die meisten im Deutschland?
00:16:26: Die meisten sind in der Nähe.
00:16:27: Okay Wie viele von denen haben Probleme bekommen durch diese Umbrüche und wie vielen geht es gut?
00:16:33: Was würdest du da sagen?
00:16:34: Ist so die zwei Händler?
00:16:36: Also ich denke weil das... ...wann sich Dreißdienst mit Korrekturen gestockt haben, weil man von vielen weiß wir auch nicht und in den anderen sehr viel um die anderen...
00:16:43: Sehr vielen Dank!
00:16:44: Also Du bist eine Ausnahme.
00:16:45: im Prinzip
00:16:46: Ja, ich bin einer der weniger.
00:16:49: Krass!
00:16:50: Inwiefern hat sich diese Geschichte bis heute diese Vergangenheit geprägt?
00:16:53: Ich
00:16:54: weiß halt, dass man in denen nichts geschenkt bekommen muss und nicht immer alles so rüber hart der Arbeit bringt.
00:17:00: Ich habe nie irgendjemand gehabt, die einem irgendwo unterstützen und mich auch von vornherein klar ist, wie ich mein Weg selber finde.
00:17:07: Und der hat mich da schon mit Disziplinen erledigt.
00:17:12: oder ja also Disziplin... ist schon glaube ich, dass es einer wichtigste ist.
00:17:17: Dass man auf der Gesicht weiß, was wir nicht erleben und wenn man da noch besiebt, dann kann man das schaffen.
00:17:25: Hast du selber Kinder?
00:17:27: Ich hab zwei Kinder.
00:17:28: Okay!
00:17:29: Das gibst du denen wahrscheinlich auch so weiter?
00:17:31: Natürlich!
00:17:32: Ich mag sie den besten Leuten wissen ja auch, weil die Leute auch wissen, dass halt alle Leute haben, von dem ihr Leben nur solche Experten gibt.
00:17:40: Was hast du noch vor in deinem Leben?
00:17:42: Was wünschst du dir noch?
00:17:42: Was sind seine Ziele?
00:17:45: Na
00:18:08: klingt doch wunderbar.
00:18:09: Vielen Dank fürs Gespräch!
00:18:12: Papula Hocongo ist mit seiner Geschichte wirklich die Ausnahme.
00:18:15: Er selbst sagt sie auch im Gespräch, die meisten ehemaligen DDR-Kinder aus Namibia kämpfen bis heute mit diesem Bruch.
00:18:23: Viele haben ihren Platz nie wirklich gefunden weder in Namibias noch in Deutschland.
00:18:52: Wenn euch
00:18:52: diese Folge gefallen hat,
00:18:53: abonniert Was für ein Leben.
00:18:55: Gerne auf eurer Podcast-Plattform Und beim nächsten Mal wird's wieder historisch, aber deutlich poppiger.
00:19:01: Dann geht es um Markus Heckhausen – den Mann der das Ostampelmännchen gerettet hat!
00:19:06: Ich bin Marti Geier und wir hören uns dann beim nächsten
00:19:16: mal!
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