Flucht, Folter, Hoffnung: Der Weg von Tarek Elmasoudi nach Europa | Was für ein Leben - Folge 7

Shownotes

Tareks Flucht durch Wüste, Gefängnisse und über das Mittelmeer

Manche Lebensgeschichten sind so drastisch, dass sie kaum zu glauben sind. Und doch sind sie real. Die Geschichte von Tarek Elmasoudi ist eine davon. Aufgewachsen in der ägyptischen Wüste, ohne Perspektive, macht er sich schon als Teenager auf den Weg – raus aus einem Leben, das für ihn keine Zukunft bereithält. Seine erste Flucht führt ihn nach Saudi-Arabien, wo er auf der Straße lebt und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Doch er wird zurückgebracht. Der nächste Versuch endet in einem Albtraum: Libyen.

Gefängnis. Folter. Menschenhandel. Zurück in Ägypten folgt die nächste Inhaftierung. Tage ohne Essen, kaum Wasser, Isolation. Für Tarek wird klar: Wenn er bleibt, wird er das nicht überleben. Sein Ziel: Europa. Die Überfahrt über das Mittelmeer ist lebensgefährlich.

Zwei seiner engsten Freunde sterben auf diesem Weg. In Griechenland angekommen, ist seine Flucht noch lange nicht vorbei. Schlepper halten ihn fest, verlangen Geld. Erst danach kann er weiter – über die Balkanroute, zu Fuß, per Anhalter, immer in Angst. Er erzählt davon, wie er Müll gegessen hat, um zu überleben.

Und davon, was es bedeutet, nie zu wissen, ob man den nächsten Tag erlebt. Heute lebt Tarek in Deutschland. Er arbeitet für den Verein Über den Tellerrand, der Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenbringt – durch gemeinsames Kochen, Austausch und Begegnung. Doch auch hier ist nicht alles sicher: Die staatliche Förderung wurde gestrichen. Umso wichtiger sind Unterstützung und Aufmerksamkeit. In dieser Folge von Was für ein Leben spricht FluxFM-Redakteur Matti Geyer mit Tarek Elmasoudi über Angst, Verlust – und darüber, warum Zusammenhalt die einzige Chance ist, dass dieses Zusammenleben funktioniert.

Habt ihr eine Geschichte für uns? Kennt ihr jemanden, der oder die ein außergewöhnliches Leben geführt hat?

Eine Geschichte, die man einfach hören muss? Dann schreibt uns an matti.geyer@fluxfm.de

– vielleicht wird genau daraus eine der nächsten Folgen von "Was für ein Leben".

Zum Host des Podcasts: Matti Geyer arbeitet als Redakteur beim Berliner Radiosender FluxFM. Speziell durch seine Arbeit als Stadtführer von toursofberlin bringt er Expertise in Sachen Historie ins Programm ein.

Transkript anzeigen

00:00:02: Ich

00:00:08: bin Matti Geier und für diese Folge hatte ich mir was vorgenommen.

00:00:11: Ich wollte einem Geflüchteten ein Mikro geben, die Geschichte hören ungefiltert.

00:00:16: Klingt erstmal simpel war es aber überhaupt nicht!

00:00:19: Ich habe unzählige NGOs angeschrieben Hilfsorganisationen Netzwerke und das kam eine Absage nach der anderen Aus Angst vor Anfeindungen, vor rechten Angriffen oder weil die Menschen einfach zu viel erlebt haben um darüber zu sprechen und immer noch traumatisiert sind.

00:00:33: Oder weil sie sich das sprachlich nicht zutrauen.

00:00:35: Und ich hab schon gedacht Das wird nix mehr.

00:00:37: Aber dann kam Tarek Elmasudi Und was er erzählt hat ist eine der heftigsten Geschichten die ich je gehört habe Flucht durch die Wüste Gefängnisse Folter des Mittelmeer Balkanroute.

00:00:51: Und trotzdem hat er offen darüber gesprochen, hat alle meine Fragen mit größer Geduld beantwortet.

00:00:57: Es war ein unglaublich beeindruckendes

00:00:59: Gespräch.

00:01:00: Das hier ist Was für

00:01:05: ein Leben!

00:01:10: Du bist in Ägypten geboren und hast deine ersten Lebensjahre verbracht bevor du dann nach Deutschland geflohen bist.

00:01:16: Erzähl uns von deinem Leben in Ägipten und wo es dich überall hinverschlagen hat.

00:01:21: Ich bin in Ägypten geboren, in Sud-Egypten.

00:01:25: In einem Ort die Almenia heißt.

00:01:27: das ist den Ort wo die größte Magma Berlin tatsächlich gerade mittlerweile hier ist.

00:01:33: Das ist Nefertiti.

00:01:35: Die kommt aus dem Ort wo ich herkomme.

00:01:38: Ja, ich bin da geboren Bin bis sechs da geblieben und dann durch die Arbeit meines Vaters bin ich dann halt unterwegs mit meinem Vater gegangen in allen arabischen möglichen Länder.

00:01:49: Was hat dein Vater gemacht?

00:01:50: Mein Vater war Bauer, aber irgendwann mal hat er ja seine Art Beruf gewechselt in Eisenproduktion oder so halt in Bord Export.

00:02:00: Nach Ägypten da musste irgendwie in anderen Ländern sein um dann halt irgendwie diesen Bord-Export irgendwie machen.

00:02:06: und ich weiß nicht wie er das richtig gemacht hat weil genau die Verhältnisse mir meins Vater ist nicht so die beste.

00:02:14: Aber ja...

00:02:14: Hattest du Geschwister?

00:02:15: Hast Du Geschwisters?

00:02:16: Ja Ich hab sieben.

00:02:18: Und wo waren die?

00:02:18: Mein Vater hat zwei Frauen geradet und da komme ich aus einer Frau, die dann halt früher gestorben ist.

00:02:24: Und die anderen kommen aus einem anderen Mutter.

00:02:26: Die sind bei der Mutter geblieben und du bist mit deinem Vater gekommen?

00:02:29: Genau!

00:02:29: Da war ich dann halt mit meinem Vater unterwegs.

00:02:32: Also ihr wart meistens zu zweit wenn...

00:02:34: Oft ja auf jeden Fall.

00:02:36: Wie ging es euch dann wirtschaftlich?

00:02:38: Also wirtschaftliche nicht so gut, ehrlich gesagt deswegen musste er eigentlich so anders arbeiten dass das hier in einem anderen also einen anderen Länder geht Amutverhältnis.

00:02:49: In welchen Ländern habt ihr dann, hast du mit deinem Vater gelebt?

00:02:52: In Libyen und Tunisien und in Dodanien auch in Irak...

00:02:58: Also auch eher die ärmeren Länder also nicht Saudi-Arabien und an Dubai oder Katar usw..

00:03:03: Ne das habe ich danach selbst gemacht.

00:03:08: Warst du damals politisch als Teenager?

00:03:12: Mir war nicht bewusst, ob das politisch oder nicht.

00:03:14: Aber ich hab mich mit Armut tatsächlich sehr viel auseinandergesetzt.

00:03:18: Das alles was mich in der Zeit beschäftigt hat... Wie kommt man aus diese Hülle sozusagen?

00:03:24: Diese Blase raus wo viele Leute sich empfinden?

00:03:27: und warum ist dieser Bladar überhaupt da?

00:03:30: Und mit vierzehn, fünfzehn war ich dann halt alleine unterwegs weil ich das von meinem Vater gelernt habe.

00:03:35: Ich hab gesagt okay ne das halte ich nicht aus so zu sagen so zu sein, wie es jetzt gerade ist.

00:03:42: Aufgrund so halt irgendwie dass ich kein gute Beziehung erstens zu meinem Vater hatte damals weil er auf jeden Fall nicht, weil er in einer Büßer-Mensch oder was auch immer weil er einfach eine Familie ernährt und so viel Lichtung sozusagen hat und sehr viele unterwegs sein musste und da habe ich mich entschieden so halt irgendwo anders selbst mich auf die Beine zu stellen und das selber machen was ich mache.

00:04:04: also du warst viel allein?

00:04:06: Ja auf jeden fall genau.

00:04:09: Also ich war mit Pferdzehn so halt unterwegs nach so die Araben tatsächlich.

00:04:12: Okay,

00:04:13: Schule war vorbei oder wie?

00:04:14: Oder hast du geschmissen?

00:04:16: Ich war in der Schule auf jeden Fall aber in Ägypten ist es sehr leicht tatsächlich im Schulsystem das noch eine andere Geschichte zu sein ohne da zu sein sozusagen.

00:04:26: Deswegen war's sehr leicht für mich einfach mal im Schuhen der Schüler zu sein und dann halt irgendwie auch unterwegs gleichzeitig zu sein.

00:04:33: Ich glaube das Schulsystem dort... Das ist doch eine andere komplexe Geschichte.

00:04:38: Vielleicht

00:04:40: haben das auch Leute gemerkt, die schon mal in Ägypten waren wie ich zum Beispiel.

00:04:42: Man sieht ja viele Kinder, die Jobs machen.

00:04:45: Voll, also Kinderarbeit ist es einfach mal typisch dort.

00:04:48: Es hat Gründe weil anders nicht geht.

00:04:51: Aber offiziell gibt's das wahrscheinlich nicht oder?

00:04:53: Es gibt nichts offizielles sozusagen.

00:04:55: Also alles was tatsächlich dieses Land oder Linda einfach im Nahost Oder in Afrika generell schlecht darzu zeigen Die sind nicht offiziel aber das tun alle.

00:05:06: Okay dann bist du mit vierzehn nach Saudi Arabien.

00:05:09: Genau, das war meine erste Fluchtgeschichte.

00:05:13: Ich war so besessen von Geschichten die ich gehört habe.

00:05:16: Leute gehen hin und arbeiten und haben irgendwann mal so was?

00:05:20: Ich war vierzehn Jahre alt in der Zeit Und keiner hat es gemerkt dass ich nach Südjahraben flüchte.

00:05:27: also ich bin im Bus eingestiegen normal wie alle anderen aller dachten ich gehör zu irgendeiner anderer Familie oder so habe mich reingelassen Endiumbus und dann bin dann halt irgendwie gefahren bis zum Chef und dann halt mit dem Chef nach Saudi Arabia gefahren, ohne dass jemand das kontrolliert hat.

00:05:46: Und dann?

00:05:47: Damals war das so, dass ich dann angefangen habe Leute zu fragen nach dem Essen erstmal weil ich es dann halt riesen Hunger hab oder ja so hat sie angefangen.

00:05:58: und dann mit der Zeit waren meine erste Gedanken wo ist der Markt hier?

00:06:04: Ich will auf dem Markt, weil ich weiß dass sich irgendwas fände.

00:06:06: So, ich werde arbeiten, ich würde irgendwas... Echt muss dahin.

00:06:11: und da war ich auf dem Markt und habe jemanden kennengelernt der einfach mal auch gesagt hat das er meine Gesicht nicht glaubt so.

00:06:19: Er denkt, dass meine Eltern hier in Saudi-Arabien leben aber sich verstecken damit sie nicht abgeschoben werden Und hab dann halt mein erstes Geld mit ihm verdient.

00:06:29: Wie ist es mit Obdachlosigkeit in Saudi Arabien?

00:06:31: Ist das streng?

00:06:32: Wenn du auf der Straße geschlafen hast?

00:06:34: Nee,

00:06:34: tatsächlich nicht.

00:06:35: Also dort hast du Essen und da kannst du duschen in so vielen Moschinen oder so.

00:06:40: Also diese offentliche Rau-Räume waren sehr viel also für alle Moschelen und so.

00:06:45: Da kann man dann halt irgendwie einfach da reingehen, entschlafen und das war nicht anstrengend oder so... Und wenn das Gebet kommt, dann müssen die Leute sich bewegen.

00:06:54: Ja, da musste ich dann halt sehr sehr früh... aufstehen und dann halt irgendwie rausgehen, in den Markt gehen oder nach Geld suchen.

00:07:02: Das war mein Ziel hinter zwei.

00:07:04: Was hast du gemacht in Saudi Arabien?

00:07:07: Ich habe sehr viel geputzt was Orten eingeht.

00:07:10: Danach habe ich jemanden kennengelernt der so die Scherz macht.

00:07:14: Habe ich ihm gesagt, hab ich einen Bartischerz von ihm nehmen und verkaufen?

00:07:18: nebenbei meinte ja und dann hatte ich dich jetzt mit... Laila-Hilalah und Allahu akbar.

00:07:24: Und so halt verkauft, das war ... Die Leute waren sehr lieb, haben tatsächlich mehr Geld bezahlt weil natürlich dann halt irgendwie dich alles obdachlos... Also jemanden der eigentliches Geld braucht gesehen und haben dann halt mehr gegeben, deswegen habe ich viel Geld dort also von Touristen.

00:07:42: Das war meine erste, genau!

00:07:43: Von Ja generell sozusagen egal auch Leute aus zu die Arabien oder Menschen die nicht aus den Araben kommen, allerwann liebt tatsächlich.

00:07:52: Also ich habe nicht so irgendwie Gewalterfahrung dort erlebt oder so?

00:07:57: Wie ist das in Saudi-Arabien?

00:07:59: Warst du dann illegal?

00:08:00: Haben Sie das geduldet?

00:08:02: Die haben es gar nicht gecheckt.

00:08:03: also ich glaube da war gar kein Kontrolle.

00:08:06: Merkten oder so halt.

00:08:07: Es gab... ...die Polizei ist nicht super sind's dort.

00:08:10: War ein guter Erfahrung aber es ist auch eigentlich sicherhaft aus.

00:08:13: der Badir Shah sozusagen sind alle Mäller sozusagen, die ich gesehen habe.

00:08:19: Und das glaubt nicht dass sich in der Erinnerung so halt mit wirklich einer so die arabischen Frau geredet hab.

00:08:27: Wie lange warst du da?

00:08:27: In Saudi-Arabien?

00:08:28: Acht Monaten bis einem Jahr oder so.

00:08:31: Das ist nicht so lang... Aber dann hab' ich mann gesehen, der gesagt hat ja okay ich muss dich nach Ägypten zurückbringen und er war auch aus Ägypte, aus Nuba.

00:08:43: Es war eine nübische Person.

00:08:44: Also mein Mutter kommt auch aus Teilen die Nubische Kultur und alles, der das gehört hat, hat er gesagt ja okay da muss ich dich mitnehmen.

00:08:54: Warum?

00:08:56: Weil er wusste sozusagen wie krass es ist für Eltern so zu sein könnte.

00:09:01: Ich hatte keine Hindeis also es gab nichts sozusagen.

00:09:03: Keine Kommunikation.

00:09:04: Ich bin davon ausgegangen dass meine Eltern denken okay der ist gestorben oder wir wissen nicht genau wo er ist.

00:09:11: Und das hart.

00:09:12: Und dann bist du zurück zu deinen Eltern, oder?

00:09:14: Ja und mein Vater hat es mich gesehen.

00:09:18: Gut dass du zurück wirst.

00:09:20: Punkt!

00:09:21: Was war's?

00:09:22: Ich habe nichts anderes gesagt.

00:09:24: Es war keine Aktion sozusagen weil ich glaube er war im Schock so ein Po bis du am Leben immer noch...

00:09:29: Keine Art geweint, keine Art

00:09:31: normalen.

00:09:32: Nichts tatsächlich.

00:09:33: Wir haben sich gefreit, dass ich zurückgekommen bin aber das hat bei mir sehr viel Fragen ausgelöst sozusagen in der Zeit.

00:09:41: Da hab ich gedacht, okay krass haben sie mich überhaupt gesehen.

00:09:46: Das dann halt war meine Frage lange Zeit so.

00:09:49: Was hast du denn gemacht in Ägypten?

00:09:52: Bin direkt zur Schule auf jeden Fall und habe sich damit angefangen zu lesen.

00:09:58: Also da war die Zeit wo ich wirklich lesen sehr sehr gemocht hab.

00:10:02: Ich hab zu diesem Wissen, das heißt ich wär Bessen!

00:10:04: Warum das so ließ?

00:10:06: Das

00:10:07: waren was an der Schule wie...

00:10:09: Ich war in der Schule bis ich sechzehn und halb so.

00:10:12: Und da war ich dann wieder trotzig, habe gesagt, ich muss wieder los.

00:10:17: oder war ich für den Weg nach Libyen entschieden?

00:10:20: Zweite Flucht!

00:10:21: Ja das war dann halt gewalt.

00:10:23: also da hab' ich erstmal richtig was Gewalt bedeutet kennengelernt.

00:10:29: Das waren meine ersten... krassen Erfahrungen, sag ich mal die mich so krass tief verletzt haben und immer noch da sind setzen in Kästen da drin.

00:10:41: In meiner Innerer und ich habe so dafür entschieden ja okay ich werde jetzt gerade Geld bezahlen Ich hab keine Identität in dem Sinne weil ich auch immer noch jung bin ich muss zur Schule keine Ahnung im Militär nicht gemacht diese Sachen.

00:10:54: Und dann habe ich dann halt irgendwie vor den illegalen Weg entschieden und das durch eine.

00:11:00: Ein Ort in Ägypten, wo eine große Bedouin-Familie herrscht nennt man Oladali.

00:11:09: Also die Sohnen Falali.

00:11:10: Ich bin da hingegangen und hab das Geld bezahlt.

00:11:14: Wo

00:11:14: war das viel Geld?

00:11:15: Also ich war immer so am Arbeiten auch.

00:11:18: Auch in Ägipten während der Schule und so.

00:11:19: Okay.

00:11:20: Da habe ich immer meine Geschüfte sozusagen gemacht.

00:11:24: Also ab und zu im Bohrzeit... Also einen Ort in Ägypten, in Nord-Egypten hab dann halt auch da gearbeitet.

00:11:31: Hab Müll gesammelt sogar und so Karton verkauft und so.

00:11:34: Ich war mit meinen kleinen Taschen so am Rücken gelaufen und dann habe ich einfach mal sehr viele Sachen gesammelte und verkaufte und so... Es war viel Geld!

00:11:42: Ich erinnere mich nicht genau sozusagen wieviel aber es war tatsächlich alles was ich hatte.

00:11:48: Deswegen ist auch viel.

00:11:50: Was für Hoffnung hattest du an Libyen?

00:11:52: Das war deine Vorstellung von Libyen, warum

00:11:54: Libyen?!

00:11:54: Ich

00:11:54: glaube nicht Libyen der Ziel gewesen sondern meine Ziel war einfach mal weg.

00:12:01: Nicht weil ich das gerne machen will oder so.

00:12:04: Es ist einfach mal gar kein Perspektiv und ich bin anders ein bisschen so...ich will nicht zugeben dass das so ist!

00:12:13: Ich war sehr trotzig.

00:12:13: desgesagt habe nein Das mache ich nicht, das werde ich nicht machen.

00:12:18: Ich würde es ändern und ich will es ändern.

00:12:22: Also

00:12:23: wir reden von raus aus der Armut, aus diesem System weg von der Familie?

00:12:28: Aus dem System generell weil meiner Familie hat nichts dafür in diesem System gebunden zu werden.

00:12:33: Meine Familie hat es nichts dafür, dass sie im Armut leben.

00:12:36: Tatsächlich auch wenn so viele das behaupten würden, dass arme Menschen so halt arm sind weil sie armen wollen.

00:12:43: Sondern es hat mit so vielen anderen Geschichten zu tun.

00:12:45: Ich sag die nur ein Beispiel und ich weiß, dass viele vielleicht das kritisch werden würden.

00:12:50: Warum hat meine Familie entschieden in der Wüste zu leben?

00:12:55: Und nach so vielen Denken Fragen Bücher lesen und alles was sich wirklich mich mit dieser Frage beschäftigt haben ist der Kulinalismus.

00:13:03: Wenn alle großen Mächten nach Ägypten kommen, um Ägypte zu besitzen, suchen Familien nach Flucht.

00:13:11: Dann haben keine andere Wahl alles in der Wüste zu sein wo sie nicht entdeckt würden könnten.

00:13:18: Gehen Sie hin!

00:13:19: Bleiben Sie aber dann lange weil die Besatzung sehr lang ist und dann halt entwickeln Sie ein Leben dort in der Würste bleiben Sie und dann heißt nix und ich herum in dem Sinne außer das was... Dort ist es eine Überlebensmodus.

00:13:37: Ich muss überleben, darum geht's eigentlich.

00:13:39: Weil das passiert ist!

00:13:40: Es ist nur ein Grund von so vielen Gründen.

00:13:43: aber deswegen wollte ich einfach mal... nicht nur weil sie Frau oder was auch immer... Nein, nein, nein.

00:13:49: Aber ich glaube, ich frage auch, weil viele kennen Ägypten als Urlaubsparadies.

00:13:55: Also es ist nicht das Land, woran du denkst und das dort Geflüchtete herkommen.

00:13:59: Deswegen wollte ich doch noch mal fragen, was war bei der Drive dahinter?

00:14:03: Aber hast du erklärt es?

00:14:04: Ja, Ägypten ist ein wunderschönes Land.

00:14:07: Es ist richtig schön dort nur aber dann halt nicht für die Ägypter.

00:14:12: Also vor die Welt gemachte aber nicht von den Menschen, die da liegen.

00:14:15: also zum Beispiel nüffert ihr durchherkommen wenn die geblieben ist da wo sie Da war sozusagen.

00:14:23: Hätten wir mehr Tourismus tatsächlich an dem Ort, dass die Menschen dort sich entwickeln könnten mit den Geld, denen sie eigentlich dadurch verdienen können?

00:14:30: Also das ist nur ein kleines Beispiel so.

00:14:32: Aber nein!

00:14:34: Das wurde entdeckt und dann halt nach einem schönen Ort gebracht.

00:14:38: also gut, dass ihr in Berlin ist.

00:14:40: Ist eine andere Geschichte.

00:14:42: Und dann hast du bezahlt bis nach Libyen.

00:14:45: und wie lange warst du in Libyen?

00:14:46: Fast zwei Jahre in Libien.

00:14:48: Was hast du da gemacht?

00:14:49: Das ist richtig krass, weil ich in Libyen Gewalt habe.

00:14:52: Ich glaube das war sehr viel Gewalt.

00:14:55: Ich bin dann irgendwie von Aula Dali, also diesen Leuten die Schmückler sozusagen sind durch die Wüste nach Libyen gebracht und das war...ich war mit meinen Cousins und ich dachte meine Cousinen werden mich unterstotzen.

00:15:11: und wie wir zusammen sind und so und wir halten zusammen Familie halt dieses Denken.

00:15:15: damals waren wir fünf Tage dann halt irgendwie in der Wüste.

00:15:19: Wir haben richtig darunter gelitten, bis wir dann halt an der Grenzen kamen mit Autos, die mitten in der Würste gelassen zu werden.

00:15:28: Versteckt

00:15:29: in den Autos oder?

00:15:30: Wir mussten immer so halt irgendwie im Orten versteckt werden damit wir weiterkommen und dann halt.

00:15:36: aber du weißt es nicht, du kommunizierst nur mit Schossen.

00:15:40: Das ist dann halt ihrer Kommunikationsart.

00:15:46: Das machen wir hier nicht, so.

00:15:48: Wir machen das was wir machen.

00:15:49: So Punkt!

00:15:50: Du weißt es nicht du kannst nichts fragen.

00:15:52: Im Endeffekt bin ich dann halt an der Grenze lieben gekommen.

00:15:54: Mein Cousin hat gesagt ja okay tatsächlich will ich nicht nach Benghazi gehen.

00:15:59: Ich will nach Troublis oder so halt gehen und ich war so geschockt weil ich kein Geld da habe um nach Troublez zu gehen hab ich gesagt warum hast du das nicht von Anfang an kommuniziert?

00:16:08: Meinte er ok ich hab's jetzt gerade eben entschieden.

00:16:10: Ja ok was mache ich jetzt gerade hier?

00:16:12: ich habe nicht das Geld So bezahlen er meine Hinein.

00:16:15: und da habe ich gesagt, okay dann gehe ich nach Bankasi.

00:16:18: Dann bin ich nach die Bankasi gegangen.

00:16:21: Alleine war unterwegs, hab ich dann halt genau das was ihnen so diarabend aber dann halt anders erlebt.

00:16:26: Ich war dann heute auf der Straße.

00:16:27: Keinen Essen bekommen.

00:16:29: Die Leiden waren richtig brutal.

00:16:30: Da muss ich ehrlich sagen... ...so geschimpft.

00:16:33: in einem Tag habe ich nie meinem Leben erfahren.

00:16:36: Das war mein erstes Traktor!

00:16:39: Und dann kam dazu dass ich mitbekommen habe Ja, dass diese Milizen also dieser Gruppen befaffnlichen Gruppen so halt gegen ein anderer die ganze Zeit sind und dann irgendwann dann halt wird ich festgenommen.

00:16:52: Und dann halt mit zu einer Gruppe wie an einem Ort gebracht und so haben wir gesagt ja du willst abgeschoben werden?

00:16:59: Wir sagen okay es ist egal ob Sache weg von ihr aber das ist nicht passiert.

00:17:03: Dann haben sie einfach mal mich in irgendeinen Gefängnis gebracht wo dann ich Salat machen sollte.

00:17:11: Deswegen kann ich sehr gut schneiden und liebe Essen, weil Essen war meine Meditation.

00:17:16: Und dann irgendjemanden dort ja auch bei diesen Milizen waren oder bei diesen Gruppen waren hat er gesagt, ich habe so eine andere Arbeit und da hat diese Arbeit anders gemacht.

00:17:27: also das hat mich genommen und dann halt mich dann halt so ein Kamilarbeit als es einfach mal in der Wüste sozusagen um auf sehr viele Kamilen aufzubassen hat auch echt meine Arbeit.

00:17:39: Wie alt warst du?

00:17:40: Sechzehn,

00:17:41: halb, siebzehn in die Richtung.

00:17:43: Also es ist einfach nichts als Wahrnehmung wie alt ich war.

00:17:47: Hat

00:17:47: dich älter gemacht.

00:17:48: Genau.

00:17:49: Hab da lange gearbeitet kein Geld bekommen und dann halt irgendwann mal hab ich das geflüchtet.

00:17:54: also da war ich dann halt irgendwie weg

00:17:56: so weil... Kein Geld bekam aber Essen oder...?

00:17:58: Ja ich habe essen alles drei Tage oder so halt irgendwie mit so ein bisschen Essen bekommen.

00:18:03: Dieses Essen reicht dann halt für drei Tagen oder so hast Du Wasser dort ein bisschen Auch die auch krass waren, vielleicht die Wüste und so halt alles.

00:18:12: Aber dann ist es richtig... Das war ein bisschen das Schlechte eines Skipfängens.

00:18:18: Was soll

00:18:19: ich sagen?

00:18:20: Slavor oder...?

00:18:21: Slaverei

00:18:22: ist Salzklaverein auf jeden Fall!

00:18:24: Und da wollte ich tatsächlich von dort nach Europa, weil ich dann halt irgendwie gesagt habe, okay, vielleicht finde ich irgendeinen Weg bei.

00:18:33: Ich bin isoliert aber ich weh einfach mal weg von hier.

00:18:37: Und als ich geflüchtet bin, habe ich jemanden kennengelernt.

00:18:40: Das ist Karim heißt und Karim war aus Jemen hat mich so krass herzlich aufgenommen und meinte okay alles was du brauchst.

00:18:52: Ich weiß was die angetan wird aber ich bin da jetzt und so ich hab sie ihm zufällig wirklich auf dich traßen bei der flucht getroffen und alles ob ich genau hingegangen auf dieser perso Und ich könnte ihm lange Zeit nicht vertrauen, aber dann irgendwann mal schon.

00:19:09: Dann habe mit dieser Person lange Zeit gearbeitet und ich hab auch ein bisschen Geld verdient mit ihm... ...und er hat auf mich aufgepasst, zeigst du mal so?

00:19:17: Der Welter!

00:19:19: Weil sehr alt alles ich auf jeden Fall war, denke ich, vierzig oder so in die Richtung.

00:19:23: Er hat mich als Kind wahrgenommen.

00:19:25: also ich war so übersenkend in der Zeit.

00:19:29: Also du bist dann von Libyen nach Europa geflohen Du bist nicht nochmal zurück nach Ägypten gegangen.

00:19:34: Nee, das hat nicht geklappt.

00:19:35: Also ich hab's versucht weil die Grenzen nach Europa sehr geschützt waren auch in der Zeit also bevor die ja lass sie kommen oder bevor von zwei tausend fünfzehn und so.

00:19:47: Aber an der zeit Waren dann halt Melitze wie gesagt in

00:19:50: welchem Jahr sind wir jetzt eigentlich?

00:19:51: Ich glaub Zwei Tausend Zehnen oder so halt.

00:19:55: Okay

00:19:55: Genau also Bevor Gaddafi tatsächlich auch gestürzt gestürzten ist.

00:20:00: Ja So war ich auch von Diebeln Nach Tunisien und für den Tunis sind dann halt nach Ägypten.

00:20:05: Und da hab ich die Revolution in Ägyptin erlebt, und dann bin ich wieder nach Libyen... ...und danach nach Dodanien und danach nach Ägipten und dann wie nach Europa.

00:20:15: So war das der Weg!

00:20:18: So krass, okay?

00:20:19: Egal wie viel Ich versucht habe hat es nicht geklappt so die Situation zu ändern.

00:20:23: Ich wollte das Leben meiner Familie komplett ändern.

00:20:28: Das war mein Ziel.

00:20:29: Aber ich glaube, mein Wunsch war immer so halt diesen Armut abzuschaffen sozusagen.

00:20:33: Also nicht nur für mich auch für viele anderen.

00:20:36: Deswegen von einem Land zum anderen.

00:20:38: Ich will dahin und ich will da hin und ich bin dahin.

00:20:41: Genau!

00:20:42: Wie alt warst du als du dann dich entschieden hast nach Europa zu gehen?

00:20:45: Ich war dreiundzwanzig.

00:20:46: Ich habe es selber nicht entschieden, ist schon geschehen!

00:20:49: Ich war im Gefängnis tatsächlich in Ägypten, bin dann halt sehr politisch geworden und sehr hoffnungsvoll.

00:20:55: So hat der Revolution in Ägipten eingeht.

00:20:58: Da war sie sehr aktiv in Elminia und ich habe so viel dazu geführt dass so viele Leute auf die Straße gehen.

00:21:05: Genau durch das Lesen auch und keine Ahnung hab ich auf jeden Fall die Lage so verstanden, dass sich auf jeden fall auf die Strasse zu gehen.

00:21:11: ist der Lösung so.

00:21:13: Punkt, mehr nicht... Und war ich so fest davon überzeugt, egal in welcher Richtung.

00:21:19: Ich war keine Ahnung, war religiös und ich war aber nicht religiöse, ich war links.

00:21:25: Weil ich verstanden habe das System verarschen uns allen und wir mussten dieses Schischtümen einfach mal beenden.

00:21:33: Da war ich sehr aktiv dann halt in der Revolution, dass es in den Öffentlichen gibt.

00:21:36: Aber dann haben wir sehr viel gegen auch Militär sozusagen also mit Mohammed Mahmoud einer der größten Geschichten wo sehr viele Leute ums Leben gekommen sind.

00:21:46: Da war ich von den Menschen auch sehr viel da unterwegs gewesen und dann haben sie gesagt, Revolution erfolgreich?

00:21:55: Nein niemals war das so!

00:21:57: Das ist eine der größte Verarschung aller Zeiten.

00:22:02: Ich hoffe dass die Regierung das nicht mitbekommt.

00:22:05: Und dann bist du ins Gefängnis gekommen?

00:22:06: Genau

00:22:07: bin ich dann halt irgendwie auch... ein paar Monate gelandet und meine Familie haben so viel Geld dafür bezahlt, dass ich rausgehe.

00:22:14: Und ich bin raus.

00:22:15: und das Erste was ich gemacht habe, ich muss dann halt hier weg.

00:22:18: Da war ich direkt zu wo hin?

00:22:21: Und da wusste ich nicht, irgendwie hat es so perfekt Stiming, dass ein Freund von mir gesagt hat hey Tarek!

00:22:28: Ich bin nach Europa und hab gesagt wie machst du das weiter?

00:22:31: Wir gehen von Alexandria bis Crete.

00:22:35: Kritte.

00:22:36: Genau.

00:22:36: Dann hab ich gesagt okay ich bin dabei.

00:22:38: Und er meinte, hast du Geld?

00:22:39: Ich weiß es nicht.

00:22:40: Aber ich bin dabei!

00:22:41: Ich würde einfach mal darum kümmern, dass ich das mache und war dann halt auf einen Mai plötzlich... Ich bin vom Gefängnis rausgegangen, habe mich nicht von meiner Familie verabschiedet.

00:22:50: Ich bin direkt nach Alexandria und war da halt da und bin von Alexandria.

00:22:55: Es war der große Traumatserlebnis beim Leben.

00:23:00: Traumatisch!

00:23:01: Traumaticen Erlebnisse meines Lebens war hier.

00:23:04: Es waren alles zack von gefängst zum... mit dann halt das, was dazwischen ist.

00:23:10: Und das eine die grausamste Erlebnisse tatsächlich, die man beschreiben kann.

00:23:16: Du bist mit einem Boot mit so vielen Menschen von fünfzehn Tagen, weil der Bootfahrer sich verlaufen hat im Wasser oder bis wir dann doch irgendwann irgendwie im Wasser gelandet sind und dann halt gerettet worden.

00:23:28: Das war... Boot ist

00:23:29: gekentert?

00:23:30: Der

00:23:31: Boot ist gekippt und wir wurden tatsächlich nicht von Polizisten oder keine Ahnung Geräte, sondern auch Zivile Leute die uns an den Kreet sozusagen gebracht hat.

00:23:40: Und da haben unsere Schmügler auf uns gewartet.

00:23:44: Die haben uns genommen mit Scharfen sozusagen versteckt und wir mussten noch mehr Geld zahlen.

00:23:51: Ja extra also beim Geld bezahlt und dann mussten sie halt noch genau so viel bezahlen.

00:23:57: Ich weiß nicht, ob die Silber-Schmückler waren oder anderen.

00:23:59: Aber es hat mir jetzt gar nicht die richtige Frage.

00:24:03: Sondern die Frage war okay ich habe doch bezahlt.

00:24:05: Nein nein du musst noch mal bezahlen.

00:24:08: Dann hab' ich bezahlt am All.

00:24:11: Da mussten meine Familie sehr viel verkaufen alles was sie haben tatsächlich.

00:24:14: Deine Familie hat das bezahlt?

00:24:15: Doch mal ja!

00:24:18: Wir haben einfach mal den Kontakt irgendwie bekommen unsre Familie zu kontaktieren weil wir waren sehr lange da dass sie uns Nicht loslassen wollten und gesagt, du musst bezahlen.

00:24:29: Die Familie hätte ja auch nein sagen können oder?

00:24:31: Ja aber guck mal da ist das krasse Frage wenn ich dir die vorhalte was morgen auf und dein Kind irgendwo und Leute sagen Wenn du nicht bezahlst dann wissen wir nicht was mit deinem Kind passiert.

00:24:46: Du verkaufst deinen Körper sogar als Style von dir sozusagen um das zu bezahlen damit einfach mal dass das eine Ende hat.

00:24:54: Wohne Scheiße und das das kenne ich selber Ich mein Bruder.

00:24:57: und so, als er auch versucht hat von Libyen nach Europa zu kommen.

00:25:03: Und vom befaffneten Gruppen die tatsächlich auch von Europäischen Mächten ach bezahlt werden habe ich auch selber so viel Geld bezahlt für meinen Bruder damit er befreit ist.

00:25:12: Ich hab versucht ihm tausendmal zu überzeigen dass nicht der richtige Weg ist aber er hat es trotzdem ohne zu fragen gemacht und musste ihn dann halt dadurch so befreien.

00:25:24: Genau also zum Endeffekt... Ich bin dann halt nach Europa gekommen.

00:25:28: Die Flucht über das Mittelmeer gilt als eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt.

00:25:32: Allein zwei Tausendfünfundzwanzig haben rund hundertdreiundfünftig tausend Menschen Europa über diesen Weg erreicht, mehr als eintausend siebenhundert Menschen haben die Überfahrt nicht überlebt.

00:25:44: Gerade die Route Richtung Griechenland zum Beispiel nach Greta wird immer noch stark genutzt und wichtig.

00:25:50: Studien zeigen, dass Menschen diese Reise nicht antreten weil Rettungsschiffe da sind sondern weil die Alternativen noch schlimmer sind Krieg Verfolgung

00:25:58: und Armut.

00:25:59: Und genau das beweist auch Tarek's Geschichte.

00:26:02: Haben

00:26:03: es alle an dem Boot geschafft?

00:26:06: Zwei meiner besten Freunden nicht Ja also ich glaube da rede ich mich gerne darüber bis jetzt.

00:26:12: Also deswegen so halt eine die Erlebnisse Die ich so tief in mir versteckt habe, bis die richtige Zeit komme.

00:26:23: Ich bin so voll schützend Mechanismus was dieses Thema eingeht.

00:26:27: Okay.

00:26:28: Wusstest du vorher was dich dann erwartet?

00:26:32: Bevor du an das Boot gestiegen bist hast Du gehört von anderen Geschichten oder warst du naiv und hast gedacht...

00:26:39: Ich hab ja natürlich davon gehört!

00:26:41: Ich hab Schreien gehört von Eltern, von Leuten die Kinder verloren haben..die Mitglieden ... dir in Familie verloren haben und Wasser.

00:26:49: Das habe ich auch mitbekommen, also... Ich hab's auch mit bekommen, dass Leute ein Foto vor den wasser-auch im atalienischen Dormen oder weiß nicht... Was das heißt?

00:26:59: Einfach mal in sie ankommen!

00:27:02: Ein Foto machen wie.

00:27:02: ich hab es geschafft.

00:27:03: Nein, hast du's nicht.

00:27:06: Das ist ein sehr langer Weg.

00:27:07: Aber die Leute denken so lange ich vor Ort bin, das war's das.

00:27:11: Ich hab das erreicht aber in dem Moment hab' ich... Also ich wollte einfach mal weg, also mir ist Liebe auf jeden Fall... ...in großen Gefängnis als im Kleinen gefängnis.

00:27:26: So wie du mit so vielen Menschen versteckt bist und nicht mal deinen Essen bekommst.

00:27:31: Das ist dann halt mir lieber.

00:27:33: Im Gefängnissen hast du kein Essen bekommen?

00:27:35: Ja genau!

00:27:36: Also krass okay.

00:27:38: Wie war es in Europa als du das Geld bezahlt hast?

00:27:42: Gab's HelferInnen oder...?

00:27:44: Nee, das Erste was ich erledigt hab dann halt danach.

00:27:46: Dass die Typen, die Leute oder Schmürgler damals uns an dem Chef... ...die nach Athin geht gebracht haben.

00:27:56: und dass war so, dass wir erst mal nicht reinkommen dürfen weil wir keine Unterlagen haben.

00:28:03: Und ich habe es nicht verstanden.

00:28:05: also sie haben am Ende komplett am Ende das zugelassen weil wir bezahlt haben.

00:28:09: Wir haben Geld bezahlt und die Person die vor uns bezahlt hat hatte zwei Kinder.

00:28:14: Ich habe sie um ihre Kinder damals, also alles hier dann halt dort gestanden waren, hab ich die gesehen und dann hab' ich die Kinder mit so hochgetragen.

00:28:22: Das war gar nicht meine Absicht oder so halt dass sie uns dann halt später bezeiht.

00:28:26: aber ich hab's so getan weil ich sie eine alleines hinterm Mutter dastehe Mit zwei Kindern und so und die Kinder weinen und keine Ahnung bin dann halt da auf sie gegangen, hab die Kinder so halt, hab mit den Kindern gespielt Und Mustafa hat das kleine sozusagen vom Arm genommen und dann habe ich mit ihm gespürt

00:28:42: waren die auch im Boot drin?

00:28:43: Das

00:28:43: weiß ich nicht, aber ich bin mir sicher dass sie auch so ein Erlebnis gehabt haben.

00:28:47: Also sie meinte zu mir auch an diesem Schiff zu ertehen das sie von einem von ihrem Mann geflogen ist bei ihr gewalttätig irgendwie behandelt hat.

00:28:57: deswegen Ich wollte nicht so viel fragen in der Zeit weil das auch sehr sensibel war und ich wusste ja es ist einen Mutter die einfach mal eine Schutzung braucht und das war alles was ich dachte in der zeit.

00:29:09: Und Sie hat vor uns bezahlt.

00:29:11: Also sie hat für mich dann halt und noch eine Person bezahlt, die nicht dann halt irgendwie durch dieses Erlebnis an der Insel sozusagen kennengelernt habe.

00:29:20: Und da sind wir noch zur Athen gekommen.

00:29:23: Da war so viele Leute da und alles war gesperrt.

00:29:27: Da waren sehr, sehr viele Leute.

00:29:29: Ich bin so veröberreicht.

00:29:32: Was ist los hier?

00:29:36: Ich dachte das nur mal!

00:29:37: So viele Leute dazu sein.

00:29:39: Und aber alles war gesperrt.

00:29:40: Aber ich war sehr früh, dass andere Leute meine Sprache gesprochen haben, weil ich dachte okay krass...

00:29:47: War das eine Flüchtlingsunterkunft oder so ein Aufnahmeelager?

00:29:49: Nein

00:29:49: es war ein Station tatsächlich wo alles gesperrte ist.

00:29:53: Wir dürfen nicht einsteigen und der wird nicht gefahren auf sein großer Ort und so viele Leute sitzen da drin.

00:30:00: Und irgendwann war das ein Witz sozusagen irgendwie, dass die Leute gesagt haben ok wenn wir nicht einstellen können dann müssen wir laufen und las nach Deutschland laufen.

00:30:09: Und so hat es angefangen.

00:30:12: Das war ein Witz.

00:30:15: Aber egal, die Leute haben es verbreit oder gesagt okay wir gucken den Weg wie ich meine Hände.

00:30:20: Alle sind auf einmal so aufgestanden gelaufen, Booster sind dann halt auch einmal da für uns, die uns dann halt an der Grenze bringt.

00:30:28: Und das war eine Vertrauenszweifel da.

00:30:33: also wir haben gesagt nein weht schade steig mich ein.

00:30:36: Also viele Leute haben gesagt, nein wir steigen nicht ein und so.

00:30:39: Griechische Posse?

00:30:41: Ja!

00:30:42: Ich war aber dann halt Mitläufer dann halt ab dieser Zeit so.

00:30:46: Hab dann halt auch manchmal für andere Wege entschieden.

00:30:48: deswegen ist meine Reise lange gedauert alles andere und so weil ich so voll Angst habe dass sich diesem BW League verliert das ich jetzt gerade da bin.

00:30:55: Deswegen langsam zu sein besser alles so schnell zu sein dann halt alles verliere.

00:31:01: Das war mein Gedanke in der Zeit.

00:31:02: Wie

00:31:02: lange bist du unterwegs gewesen, voneinander nach Deutschland?

00:31:06: Sehr langen Zeit... Ausfindig weiß es nicht aber ich weiß dass ich von einem Land immer zum anderen war bis ich dann halt sogar nach Schweden gegangen weil ich eine Familie hatte aus Syrien.

00:31:19: wie gesagt hat wir haben ja dort Leute die wir kennen kommen mit und ich war da und sie habe mich in der Station gelassen weil sie nicht wussten wo sie hingehen Und da kam eine Person, hat sie genommen und dann haben die gesagt Tarek ist mit uns.

00:31:36: Dann hat dieser Person gesagt kann Tareck nicht mitnehmen weil das voll blitzesten hier und ihr seid meiner Familie.

00:31:44: wenn ich aber Tarec mitnehme da bin ich möglicher sozusagen und das kann ich nicht.

00:31:49: Das tut mir echt leid.

00:31:50: also und da hatte mich einfach mal da gelassen und da dachte ich mir okay Dann gehe ich einfach mal woanders, versucht nach... Ich laufe einfach mal so und steige egal wo ich hin.

00:32:01: Und wenn ich dann halt festgenommen bin, dann bin ich festgenommen.

00:32:04: Und dann habe ich das so lange gemacht bis ich in Deutschland genommen bin.

00:32:09: Wurde festgenommen?

00:32:11: Was hast du genommen?

00:32:12: Ich wurde festgenommen!

00:32:13: Ich wusste nicht wo ich hingehe.

00:32:14: Ich war so verläumt, ehrlich gesagt.

00:32:17: Überall.

00:32:18: Ich hab kein Geld, ich hab keinen ersten Wandel unterstanden.

00:32:22: Also was hast du gegessen oder getrunken?

00:32:24: Wir haben es so darüber gelacht immer, dass wir gesagt haben, habt einer reichen Müll.

00:32:30: Sogar der Müll hier ist reich, weil da haben wir so viel zu darüber gemacht und darüber gelach.

00:32:36: Aber wir essen's immer im Müll gefunden haben.

00:32:38: Passt auch sehr schlecht drin aber das ist nicht üblich!

00:32:42: Das kennen wir nicht.

00:32:43: Also sowas kenne ich nicht, durch meine Geschichte und so.

00:32:46: Ja aber auch in bestimmte Stationen oder so halt... Und da gab es auf jeden Fall Leute die dann halt irgendwie Essen verteilt haben und diese Willkommens-Fuldur.

00:32:57: Ich frag mich das auch ob du das vorher so erwartet hast dass es dir so in Europa gehen wird?

00:33:02: Oder ob du vorher wusstest dass es in Europa auch viel Hass geben wird und viel Ablehnung?

00:33:08: Ich

00:33:08: glaube ich habe die ganze Zeit so darüber nachgedacht.

00:33:11: Ich geh nach Europa, die mein Land am meisten konditionalisiert hat.

00:33:16: So viel weggenommen hat bis heute was nicht zurückgegeben werden sollte.

00:33:22: also wollte alles was hier wertvoll war wird tatsächlich transportiert zum anderen Ort.

00:33:28: dann gehe ich zum andern Ort egal ob das europa ist es egal wo wie dieses ort heißt solange dass so ist dann darf ich das auch.

00:33:35: das war mein gedanke da bin ich sehr offen ehrlich gesagt und meine erwartung war voll mit offenen Armen auf jeden Fall genommen zu werden.

00:33:44: Das war gar nicht meine Erwartung, aber ich habe... Ich fühle mich so von... Also diese demokratischen Werte um ehrlich zu sein.

00:33:54: So verarscht das muss ich sagen weil alles was sich im Büchern oder keine Ahnung gehört haben geht es um Menschlichkeit.

00:34:04: Darum geht's weißt du?

00:34:06: Nichts an!

00:34:06: Es geht darum.

00:34:07: wir haben aus der Geschichte gelernt und wir wissen dass es darum geht.

00:34:13: Aber auch für einen Mai, wenn du da bist, gibt's gar nicht daran!

00:34:17: Es geht nur darum, dass deine fremde Person bist der hier einfach mal da ist und einfach mal nicht akzeptiert werden würde.

00:34:25: egal wie lange es dauert.

00:34:27: Ich kenne so viele Geschichten von so vielen migrantischen Menschen die geboren sind oder geflüchtet oder was auch immer.

00:34:33: Das ist niemals eine Ende von Dekorations... ...was auch immer.

00:34:39: Aber du warst schon schockiert, oder?

00:34:40: Du warst überrascht.

00:34:42: Ich war sehr überrasht.

00:34:44: Ich dachte, müssen wir gerade darüber reden, dass wir alle Menschen sind?

00:34:49: Aber leider ist die Debatte immer noch offen und es ist immer nicht geklärt.

00:34:53: Über welche Menschen wir reden, welche Menschen sind sie keine Ahnung... Also das war sehr enttäuschend auf jeden Fall!

00:35:00: Aber vergleichen zu Ländern, wo ich war ging's mir sehr gut.

00:35:05: Das muss ich auch sagen, also ging's mich sehr gut, Dägliche Gewalt, körperliche Gewalt erlebe.

00:35:12: Es ist ja eine Passiv-Gewalt immer erlebt.

00:35:16: Das ist passiv viel besser alles so halt aktiv gewaltig.

00:35:22: Es is immer dieses Gewaltteam es im Raum.

00:35:25: aber es ist okay wenn das nur passiv also wenn jemand mich kämpft oder jemand mir keine Wohnung hebt oder wie man auf mich bockt oder keine Ahnung oder sagt was für scheiß Haar oder ist egal?

00:35:36: Das ist im Endeffekt Das ist nicht das, was mich in der Zeit gestört hat.

00:35:43: Weil ich dann halt auch andere kappliche Erfahrungen sozusagen gehabt habe von gewalt wo ich dann verglichen hab und gesagt ja ok so lange dass es von weiten ist kann ich mental mich abgrenzen.

00:35:56: Und habe sehr langer dieser Schützenmechanismus entwickelt.

00:35:59: also wenn jemand mich beleidigt oder nicht gemocht hat oder gesagt hat Was machst du hier?

00:36:07: Keine Ahnung Da habe ich ja mal eine Auge getrocknet und gesagt, okay Alter du liebst in deinem Blase.

00:36:14: Und denkst nicht dass andere Menschen existieren?

00:36:17: in dem Sinne?

00:36:18: Ja.

00:36:19: Seit wann bist du in Berlin?

00:36:20: Zwei-tonsundfünfzehn war das.

00:36:22: Und hab lange Zeit darüber nachgedacht Berlin zu verlassen.

00:36:25: Ja?

00:36:26: Ja!

00:36:27: Deswegen habe ich die Sprache nicht direkt angefangen zu lernen.

00:36:31: Es hat so ein bisschen gedauert weil auch mir gesagt wurde, du kommst aus Ägypten, du willst nie hier anerkannt werden.

00:36:36: Verstehe.

00:36:38: Ich gehe zur Schule, wirklich Frockshochschulen und so, keine Ahnung.

00:36:42: Nein du darfst nicht lernen.

00:36:44: ich hab einen Brief an eine Behörde und genau habe ein Brieftage schenkt, wo ich dann halt lernen darf.

00:36:51: haben sie auch.

00:36:52: Nein gesagt, ich habe den Brief bis heute.

00:36:54: Und es war so viel.

00:36:55: nein, nein, Nein so heute am Anfang.

00:36:58: Bis sich dann halt Leute die ehrenamtlich waren getroffen, die einfach mal andere Perspektive gezeigt haben.

00:37:04: Ich

00:37:05: wollte fragen ob du auch irgendwann mal Helfer getroffen hast?

00:37:07: Leute, die dich supportet haben...

00:37:10: Das war diese Ehrenamtliche Engagement und die hat mein Leben gewalt verändern.

00:37:17: Da war ich da und bin auf einmal in eine andere Richtung.

00:37:21: Wirklich Menschen, die auf ihren Amt kommen sind er auch am meisten so halt sehr reflektierte Menschen, ...die mit dem Themen sich auseinander gesetzt haben wissen das dass andere Menschen auf jeden Fall andere Lebenserfahrungen haben und sehr offen sind, was Andere eingeht.

00:37:40: Das hat mein Leben geändert mit diesen Menschen zu reden, diesem Menschen zu treffen.

00:37:44: Ich habe eine Autorin also die auch mir die ganze Zeit dabei geholfen hatte ich brach zu lernen.

00:37:51: Wir hatten so immer Sprachkaffee sozusagen bei uns in diesen Sporthalle wo ich gelebt hab Wo ich ja Wir kommen geheißt wird.

00:38:00: Wo

00:38:00: warst du eigentlich?

00:38:01: Ich war im Sonnbrunn, der Nr.

00:38:03: Sonnbrunden war Sporthalle die um die Ecke war und alles sich da komplett nahe war.

00:38:09: Da bin ich angekommen und dann haben sie gesagt okay jetzt ist die Sporthale eurer Zuhause.

00:38:16: und dann dachte ich okay das ist zu viel Platz.

00:38:20: Eine Stunde später kamen dann Tausende Bitte, die dieselbe brauchen sollten ohne die Erfärgen oder so.

00:38:28: Aber dann hat auch militärischen Einsatz oder so war da und da hatte uns gezeigt wie man die Bitte zusammen schraubt.

00:38:36: Und auf einen Mai ist die große Halle zu einem kleinen Bett gegangen geworden.

00:38:43: Die Haller lieben Tausender zusammen.

00:38:46: ... in einen offenen Raum.

00:38:48: Das war mit mir fremd, das habe ich nicht mal auf der Straße gelegen.

00:38:52: Wie lange warst du da?

00:38:53: War

00:38:54: zwei Jahre oder so halt.

00:38:55: Oh krass!

00:38:56: Und wie viele Konflikte gibt es da auch?

00:38:58: Ja, auf jeden Fall.

00:38:59: Ich glaube da sind sehr unterschiedliche Menschen Gedanken, Perspektiven und das ist komplett normal.

00:39:06: Ja klar, sei

00:39:07: normal.

00:39:08: Dieses Konflikt zu haben, sehr viel Perspektive zu haben... Das Beste ist, dass wir auf jeden Fall eine Grundlage gehabt haben.

00:39:16: Dass wir alle Geflüchtete waren.

00:39:18: Diese Grundlage davon sind so viele ausgegangen und das war gut weil man hat uns daran erinnert hey es genau so geflüchtet wie du weißt den Scheiß von Erfahrung eher gemacht hat.

00:39:31: Und manchmal muss ihr das loslassen.

00:39:33: mein Fazit war nehmt das nicht nie persönlich.

00:39:36: Weil diese Männchen sind abgefuckt und brauchen einfach mal Unterstützung in dem Sinne dass sie gehört werden und diesen Erlebnisse einfach mal ausdrücken können.

00:39:45: Und wenn sie den Raum nicht haben, immer den Druck bekommen von der Staat und allen was um sie herum ist dann sei ich büse und sag einfach okay hab ihr mitgekannt.

00:39:55: du darfst mich mal beleiden.

00:39:57: Wie geht's dir heute?

00:39:58: Was ist dein Status heute überhaupt?

00:40:00: Ich bin Staatsburger.

00:40:02: Eingebürgert?

00:40:03: Ja auf jeden Fall letztes Jahr.

00:40:06: Glückwunsch!

00:40:08: Danke Ich sage immer, ich bin ein Staatsbürger und kein Deutel.

00:40:12: Das macht für mich auf jeden Fall einen Unterschied.

00:40:14: Und ich glaube das ist okay.

00:40:17: Ich hoffe... ich will gerne irgendwann malig erschaffen wirklich Deutsch zu sein aber das hängt dann halt von so vielen anderen Fakten ab.

00:40:26: Aber ich bin sehr, sehr froh dass ich als Bürger geworden bin und jetzt gerade auch diesen Privileg habe darf mich frei bewegen.

00:40:33: Das heißt nie!

00:40:36: Ja, also jemand der immer weiter wollte, den sie immer irgendwo hingezogen hat.

00:40:40: Glaubst du, du bleibst jetzt nur weiter in Berlin oder?

00:40:42: Auf jeden Fall!

00:40:43: Ich glaube in Berlin... also ich hab in Berlin gelebt wie nie noch einem anderen Ort so lange auf einen Mai sozusagen.

00:40:52: Also zehn Jahre in Berlin geliebt zu haben habe ich nie in meinem Leben.

00:40:57: Deswegen Berlin ist mittlerweile wirklich mal zu Hause und das zeige ich so wirklich mit so viel Erfüllende von Liebe und so halt zu Berlin.

00:41:06: Und Berlin dankt Berlin mit, für das was sie hat.

00:41:10: Das ist besonders, dass ich nie woanders ernehmte.

00:41:14: Hast du noch Kontakt zu deiner Familie?

00:41:15: Zu deinen Eltern?

00:41:17: Auf jeden Fall!

00:41:18: Was machst du heutzutage?

00:41:20: Bist ja ein Teil eines richtig coolen Projekts.

00:41:22: Ich bin bei der Organisation über den Tellerrand da eben haben wir über Ehrenamtliche geredet und wie mich das verändert hat und über den tellerrand so einen Ort die Menschen unterschiedliche Geschichten zusammenzubringen, eher auf Augenhöhe und sie bieten dann halt irgendwie verschiedene Begegnungsformate unserer Kernearbeitskochen.

00:41:42: Also wir laden Menschen ein, dass sie in eine Küche kommen und sich zusammen kennenlernen durch das sie zusammen was Leckeres essen und kochen.

00:41:57: Es gibt so viele verschiedene Formate wirklich, dass für Frauen-Formate, Queer-Formade, für Männerformate Sprachkafis und so viele Projekte bis in der Zwei-Tausendundseinzig.

00:42:08: Weil unsere Regierung gerade was Gutes tut und zwar das sie die Forderung abbrechen...

00:42:14: Was nicht was Gute tut, weil die Modale kommt manchmal.

00:42:17: Sag halt muss ich nicht so rüber!

00:42:20: Ja okay krieg keine Förderungen mehr.

00:42:21: Ja, wir kriegen keinen Vorderen mehr und wir hoffen dass wir dann halt überleben was dieser Krise angeht.

00:42:26: Und das ist echt grausam!

00:42:29: Wir hoffen, dass wir mal weiter machen, was unsere Arbeit angeht...

00:42:33: Klickte private Spenden?

00:42:35: ...in andere Leute die uns jetzt geradeher Geld haben bitte, bitte, bitte, bitte spendet damit wir einfach mal überleben können.

00:42:42: Über den Tellerrand.

00:42:43: Okay,

00:42:45: vielen Dank, dass du so offen warst teils ja sehr traumatische Sachen gesprochen hast, was ja nicht einfach ist.

00:42:52: Viele können das glaube ich nicht in deiner Position sind?

00:42:55: Also erstmal danke an euch auf jeden Fall dass ihr auch auf jeden fall die richtigen Menschen sagst mal so die richtige Bühne gibt weil ich glaube danket es.

00:43:04: also ich bin so dankbar wirklich heute zu sein um über meine Geschichten über Erlebnisse auf jedenfall zu reden zu sprechen.

00:43:11: aber das betrifft nicht nur mich sozusagen.

00:43:13: Ich glaub so viele geflüchtete Menschen haben auch die gleiche Erfahrung nicht dasselbe auf jeden Fall aber die gleiche Erfahrungen habt.

00:43:21: Und wirklich, das ist das Beste was man macht einfach mal für Menschen selbst zu hören eigentlich über Menschen zu hören so und danke dass ihr einfach mal diesen Raum gegeben habt.

00:43:31: ich glaube nicht alles was ich auch gesagt habe werden Leute das sagen okay es ist cool oder nicht cool oder was auch immer sondern leite wir sind auch menschen und jeder macht Fehler oder was Auch immer.

00:43:41: aber bitte bitte bitte denkt daran Dass wir einfach mal zusammenhalten mussten sonst wird nie das funktionieren können.

00:43:48: Und hört von mich an die Stadt über mich zu

00:43:51: Herrn.".

00:43:52: Eine krasse Geschichte, die ihr wahrscheinlich auch erst mal sacken lassen müsst und was mir wichtig ist und warum ich unbedingt mit einem Geflüchteten sprechen wollte wenn man direkt zuhört dann versteht man dass sind keine abstrakten Zahlen das sind echte Leben das sind Schicksale mit Verlust mit Angst aber auch mit unglaublicher Stärke.

00:44:10: und wenn euch diese Geschichte bewegt redet drüber teilt sie und unterstützt über den Tellerrand EV Und in der nächsten Folge geht's dann wieder in eine ganz andere Richtung zurück in die DDR, aber diesmal ins Radio zu Astrid Landero und einem Sender, der freier war als das System in dem er lief.

00:44:29: DT-六zig

00:44:37: bis dann!

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