Als Martin Luther King in Ostberlin predigte – und ein Berliner hautnah dabei war | Was für ein Leben - Folge 5
Shownotes
Anfang der 1960er Jahre ist er Lehramtsstudent in Ost-Berlin – und singt im Chor der Marienkirche Berlin. Religion ist in der Deutsche Demokratische Republik offiziell unerwünscht.
Gerade deshalb wird die Kirche für viele zu einem Ort der Freiheit. Dann passiert etwas völlig Unerwartetes: Martin Luther King Jr. kommt nach Berlin –
und überquert 1964 spontan die Grenze nach Ost-Berlin. Ohne Pass.
Mit einer American-Express-Karte. Wenig später steht er auf der Kanzel der Marienkirche – und predigt vor hunderten Menschen.
Später auch in der Sophienkirche Berlin. Ekkehardt Brewing ist mittendrin. Er erzählt, wie sich dieser Moment angefühlt hat, welche Bedeutung Kirche in der DDR hatte – und ob sein Glaube für ihn zum Problem wurde. Eine Geschichte über Mut, Zufall – und einen Moment, der zeigt, dass selbst im Kalten Krieg Grenzen manchmal einfach überschritten wurden.
Habt ihr eine Geschichte für uns? Kennt ihr jemanden, der oder die ein außergewöhnliches Leben geführt hat?
Eine Geschichte, die man einfach hören muss? Dann schreibt uns an matti.geyer@fluxfm.de
– vielleicht wird genau daraus eine der nächsten Folgen von "Was für ein Leben".
Zum Host des Podcasts: Matti Geyer arbeitet als Redakteur beim Berliner Radiosender FluxFM. Speziell durch seine Arbeit als Stadtführer von toursofberlin bringt er Expertise in Sachen Historie ins Programm ein.
Transkript anzeigen
00:00:02: Flux-FM, was für ein Leben.
00:00:05: Außergewöhnliche Biografien
00:00:07: auf
00:00:07: Flux Fm!
00:00:08: Durch meinen Job als Stadtführerstoff war ich ja immer wieder über Geschichten bei denen Leute erst mal sagen, uah hab' ich ja noch nie von gehört.
00:00:15: zum Beispiel dass Martin Luther King
00:00:17: Jr.,
00:00:17: einer der wichtigsten Bürgerrechter des zwanzigsten Jahrhunderts mitten im Kalten Krieg nach Ostberlin kam und dort gepredigt hat vor DDR Bürgern in einem Staat in dem Religion eigentlich keine große Rolle spielen sollte.
00:00:30: Ich habe darüber vor Jahren auch schon mal ein Interview geführt mit einer Frau, die dabei war.
00:00:35: Ihr Vater war Pastor und durfte deshalb nicht studieren.
00:00:39: Ihr Telefon wurde abgehört und das Gespräch hat mich damals einfach beeindruckt.
00:00:43: Ich habe für diese Folge versucht sie wieder zu finden – es hat leider nicht geklappt aber ich habe dafür jemand Anderen gefunden!
00:00:50: Hi erst mal, ich bin Matti Geier und heute erzählt Eckehardt Breving seine Geschichte.
00:00:54: Er war Anfang zwanzig Lehramtsstudent in Ostberlin und stand nineteenhundertsechzig im Chor der Marienkirche als plötzlich alles anders wurde Denn an dem Tag betritt Martin Luther King die Kirche.
00:01:07: Und was dann passiert?
00:01:09: Das hört ihr jetzt!
00:01:18: Wie alt waren Sie, als sie Martin Luther King gesehen haben?
00:01:21: Also ich war zwanzig Jahre und fand mich noch ziemlich jung.
00:01:24: Aber es war für mich ein besonderes Erlebnis und habe gerade meinen Pädagogisch Studium begonnen an der Humor- und Universität... ...und hab erleben können wie er in der Kirche, in der Marienkirche gepredigt hat.
00:01:37: Ihre Familie war religiös,
00:01:38: ja?
00:01:39: Meine Familie, ja!
00:01:39: Ich bin auch religiöseerzogen worden, mein Vater ist im Krieg geblieben aber meine Mutter war sehr religiöz Und hab alles durchgemacht was man alles so mit einer kirchlichen Familie.
00:01:50: Mitmacht, Taufe, Konfirmationen, Trauerung.
00:01:54: Weil was mich interessiert bevor wir gleich über Martin Luther King sprechen auch sie haben auf Lehramt studiert und wer aktiv religiös war hatte es ja nicht immer einfach in der DDR wo offiziell eigentlich alle atheistisch sein sollten.
00:02:05: hat ihre Familie da irgendwelche Schwierigkeiten?
00:02:08: Meine Familie hatte keine Schwierigkeit und
00:02:11: Sie konnten auch studieren was sie wollten oder
00:02:13: studieren konnte ich schon und habe mich dann einfach beworben.
00:02:16: Das war kein Problem, man ging hin, bewarb sich.
00:02:19: Also wir haben uns im Chor ja immer vorgenommen, uns nach außen möglichst nicht zu outen.
00:02:27: Der Kirchenchor?
00:02:27: Ja der Kirchen-Chor.
00:02:31: Und während des Studiums war ich verpflichtet, im Universitätschor mitzusingen.
00:02:35: Das gehörte dazu zum Studium Musikstudium.
00:02:39: und da war die Frage singen Sie in einer anderen Chore?
00:02:42: Also das wurde direkt gestellt und dann haben wir schon gesagt also auch noch ein Kormilitone von mir.
00:02:47: Wir sagten, wir singen eine andere Chore welchen und das muss man natürlich nennen.
00:02:52: Wir wurden dann hinterher noch zu einem Gespräch eingeladen und wurden darauf hingewiesen, dass das ja nur nicht geht.
00:02:57: Dass man an einer sozialistischen Organisation studiert und dann in einen Kirchenchor sinkt... wir haben das irgendwie hingebogen und also es gab ein Gentleman Agreement sag ich mal so!
00:03:08: Und es wurde dabei belastet und wir haben trotzdem im Kirchenkorn weitersehen können ohne irgendwelche Reparzahlen ausgesetzt zu sein.
00:03:15: Was wussten Sie denn damals über Martin Luther King?
00:03:17: Wie haben sie erfahren überhaupt, dass er nach Ostberlin kamen?
00:03:20: Buschfunk?
00:03:22: Also es war ja gesagt worden, dass er nach Ostberlin kommen will oder überhaupt nach Berlin.
00:03:28: Aber dass noch nach Ostberlin kommt, wussten wir nicht.
00:03:30: Das hat sich dann viel später auch ergeben glaube ich das haben wir auch erst später erfahren, dass es also möglich wurde.
00:03:35: Also durch Zeitungen und natürlich weniger durch den Rundfunk der DDR aus dem Rundpunkt der Westberliner Sender SFB oder RIAS.
00:03:44: Dass man amerikanischer Freiheitskämpfer ist und dass er große Probleme hat da die Massen zu sammeln und der immer auch Ärger hat mit der Regierung oder mit den entsprechenden Dienststellen der Vereinigten Staaten.
00:03:55: Und da wussten Uns ist, sagen wir mal, als er angekündigt wurde.
00:04:00: Das hat ein Komfort natürliche Aufregung groß und helle Freude, dass er zu uns kommt.
00:04:06: Der Besuch von Martin Luther King in Ostberlin war eigentlich überhaupt nicht geplant und ist eine echt schräge Anekdote.
00:04:11: Er war im Westen der Stadt, und entschied sich spontan rüberzufahren zum Checkpoint Charlie.
00:04:16: Das durfte er seitens der Amerikaner eigentlich gar nicht.
00:04:19: Sein Reisepass war ihm vorher sogar entzogen worden aus Angst dass er mit der DDR sympathisieren könnte Und es zu irgendwelchen diplomatischen Verwerfungen kommt.
00:04:29: Er fährt also trotzdem zum Check Point Charlie hat als Ausweis Dokument nur seine American Express Kreditkarte dabei.
00:04:36: Und wer auch immer da auf der amerikanischen Seite gerade stationiert war, wurde offenbar nicht gebrieft dass Martin Luther King nicht in den Osten drüber sollte und die DDR-Grenzer haben ihn auch durchgelassen.
00:04:46: Die haben sich gedacht, der Mann kritisiert die USA so scharf, er ist definitiv auf unserer Seite!
00:04:52: Ja und dann weniger Stunden später spricht er in der Marienkirche und später noch mal in der Sophienkürche.
00:04:57: beide sind Übervoll mit Menschen, die ihn hören wollen.
00:05:01: Für viele war es ein absoluter Ausnahmemoment.
00:05:03: Jemand von außen spricht über Freiheit und Verantwortung – und meint damit auch sie!
00:05:08: Und genau diesen Moment hat Eggerhard Breving
00:05:11: miterlebt.".
00:05:15: Und er kam wie üblich nicht durch den Haupteingang, weil der einfach belegt war durch die Massenmenschen.
00:05:25: Die auch noch rein wollten und ohnehin in der Mittelgang besetzt war, kam er durch den Südeingang wurde geleitet von anderen Mitgliedern.
00:05:35: Dann kam er ganz ruhig und gelassen mit der Bewegung schon seine Arme und Hände und schaute uns allen mit seinen fröhlichen Augen.
00:05:47: Fröhliche Mund schaute uns an und ging dann vorne bis kurz vor dem Altar, hatte da einen extra Sitzhatz bekommen.
00:05:54: Und setzte sich dahin so...und das weiter.
00:05:56: haben wir dann abgewartet was dann passierte.
00:05:59: Dann war es was?
00:05:59: Und das war dann dass er, wie erst mal sagen aus der Motöte Jesu meine Freude von Johann Sebastian Bach
00:06:07: auf Deutsch gesungen und er hat zugehört oder?
00:06:09: Ja ja und wir hatten uns vor wieder ihm zur Freude Vielleicht ein bisschen stümmerhaft in Spiritio studiert vorher.
00:06:16: So'n Gospel-Lied?
00:06:17: Ein Gospel- Lied, ja!
00:06:19: Ich weiß jetzt nicht mal welches aber ich kann mich genauer erinnern dass es für uns nicht so einfach war das möglichst nahe und stilgerecht rüber zu bringen.
00:06:28: Und dann saß er guckte aber nach oben auf die Empore und wir sahen immer seine blitzenden Augen und immer Fröhlichkeit ausgestrahlt haben.
00:06:37: Dann wurde angekündigt, daß er prädig ging auf die Kanzel und hat dort oben seine Kanzel auf Englisch gehalten natürlich.
00:06:45: Und die wurde teilweise immer im Abschnitten übersetzt, sodass wir folgen konnten was er denn sagt.
00:06:51: Und es spannend war für uns dass er nicht öl ins Feuer goss in der Situation... ...der Berliner Situation sondern das er ermunterte ums Küsten zu vereinen.
00:07:02: Dass wir uns vereinen und in diesem Gedanken von Christus dann gemeinsam unsere Aufgabe erfüllen zusammenzuhalten und gerichtete Größe aus von den westberliner christen und grüße von den amerikanischen christen.
00:07:18: ich weiß nicht genau aber es kann sein dass zwischendurch beifall aufkam wenn er so diese größer ausrichtete weil wir auch ahnten der braucht irgendwie mal eine unterstützung.
00:07:28: das war richtig.
00:07:28: sagt was dann meint oder meint was er richtig sagt?
00:07:32: ja und das war schon sehr spannend die ganze angelegenheit.
00:07:35: also indirekt hat er die teilung kritisiert
00:07:38: Ja, das würde ich so sagen.
00:07:40: Und er ging aber nicht auf irgendwelche staatliche Repersalien ein die vielen Menschen ja zuteil wurde leider.
00:07:48: Waren auch Bibelzitate dabei, die darauf hinweisen.
00:07:52: also Zusammenhalt der Christen ist ganz wichtig alles andere ist Nebensache.
00:07:57: Der ganze Besuch war ja aber auch von ihm aus eine Unterstützung den christlichen Menschen in der DDR gegenüber dir offiziell, dass du so gar nicht ausleben durften.
00:08:07: Wie ich das
00:08:07: verstanden habe oder?
00:08:08: Natürlich ja.
00:08:08: Haben
00:08:09: wir das auch so gesehen?
00:08:10: Ja
00:08:10: haben wir auch so gesehn.
00:08:11: Aber wir haben jetzt keinen Tohuwabuhu daraus gemacht weil wir ja wussten.
00:08:15: also wir können uns nur in unserer Gruppe oder in unserem kristlichen Gruppe austauschen darüber was er da gesagt hat.
00:08:22: aber er hat uns Mut gemacht.
00:08:24: Und als er dann ging?
00:08:26: Ja als er denn ging war ein himmlischen Engelschorgesang Und war natürlich sehr beeindruckend, ich meine konnte mit singen.
00:08:34: Ob er mitgesungen hat weiß ich nicht.
00:08:35: sich schritten dann raus und ging ja dann zur Sophienkirche.
00:08:39: Ja wir waren fertig und haben dann sehr sehr lange noch darüber gesprochen und diskutiert.
00:08:45: auch in den nächsten Chorproben War das immer noch ein Grund über diesen wunderschönen Tag In der Marine Kirche uns auszutauschen.
00:08:54: Und die Stasi war auch dabei oder?
00:08:55: Die Stasi was auch dabei?
00:08:56: Ich habe sie hier beschrieben dass Sie zu erkennen war an ihrer Haltung und an ihrer betonten Kleidung, die sie immer trugen.
00:09:05: Und an ihrem Outfit erkannte man sich schon, die zwischen den Reihen dann saßen und sich anders verjelten als Gemeinde.
00:09:14: Die konnten auch die Lieder nicht mitsingen?
00:09:16: Nein, aber sie hatten sich ihre Notizen vermute ich auch ihre notizen gemacht.
00:09:20: obwohl er mitgeschnitten wurde weiß ich jetzt nicht Aber war ja in Marien üblich das Predigten Mitgeschnitten wurden von der Stadtsicherheit und hinterher abgehört worden, damit er so Ruhe und Ohnung herrscht.
00:09:33: Ich kann mich auch noch erinnern dass sie Kollekte wurde immer kollektiert beim Gottesdienst.
00:09:38: Die Stadsicherheit gelt ein Warf mit Kennzeichnung, sodass also die Kirche...die Kollekten diese Einnahmen zur Bank gehen musste und kontrolliert wurde ob die Stücke, die die Stasi angerufen hatte in die Kollekter auch dabei gewesen sind um sicher zu sein dass nicht irgendwie Dollar oder andere westlichen Währungen verschwanden.
00:09:59: Wie haben Sie denn dann von der Ermordung von Martin Luther King erfahren?
00:10:02: Auch nur über die Medien, wir waren natürlich entsetzt.
00:10:05: darüber muss man auch so sagen er war bei uns und hat zu viel Freude, Heiterkeit ausgeschrallt, dass wir entsetzt waren das er dann ermordet wurde und irgendwie okay datt haben na der hält sich nicht lang.
00:10:19: also ungefähr ist jetzt ein bisschen grob ausgedrückt Aber so einer kann sich in Amerika nicht halten, jedenfalls in den USA.
00:10:26: Das hat man dann gesehen, Kennedy und auch andere, die dem System zum Opfer gefallen sind, weil sie doch weit über die Gesetzlichkeiten hinausgingen.
00:10:37: Wir gingen danach noch weiter in der DDR... Sie haben gesagt, Sie wurden an Geschichts- und Musiklehre?
00:10:41: Haben Sie das in Ihrem Geschichtsunterricht öfter erzählt?
00:10:45: Ja wir sprachen natürlich!
00:10:47: Martin Luther King gehört dazu den Freiheitskämpfern.
00:10:49: wie sagen wir Angela Davis, etwa in die gleiche Linie war.
00:10:52: auf der gleichen Stufe haben wir natürlich darüber gesprochen und mitgetreilt.
00:10:57: Und ich habe nicht gesagt dass er einer Marienkirche war und noch nicht gesagt... Dass
00:11:01: sie dabei waren?
00:11:02: Dass ich dabei war und im Chor gesungen hab das wäre dann doch vielleicht.
00:11:07: man wird vielleicht nicht gleich entlassen.
00:11:10: aber schon mal einen Punkt wo man sagen könnte na den beobachten wir einmal den Jungen und das war ja dann auch so ein Schichtsunterricht wurde man beobachtet Man gehörte zu denen ... wo jemand kam von übergeordneter Einrichtung.
00:11:22: Und da wurde man schon immer mal kontrolliert, um zu wissen was machte der Lehrer damit den Armenkindern?
00:11:29: Aber da hatten sie nie Probleme oder?
00:11:30: Ne, hat die... Hatten wir eigentlich nicht.
00:11:32: Ich habe mir Geld nebenbei verdient im Gottesdienstspiel.
00:11:34: Ich hatte Orgel unter euch noch nebenbei während meines Studiums und hab mir bei Gottesdiensten... Habe ich Orgel gespielt also begleitet vor dem Nachspiel und bin dann in meiner Schule angesprochen worden vom unser Parteisekriterin war aber nicht relevant.
00:11:51: dann für mein Unterricht oder später, ich wurde was angesprochen.
00:11:56: Aha!
00:11:56: Sie haben oder... ja und da überlegt man sich wer hat denn hier?
00:12:01: Aber es kann natürlich sein dass mich jemand gesehen hat von den Kirchenmitgliedern in Biestorff, war das so der Fall.
00:12:08: Gehen sie bis heute in die Marienkirche?
00:12:10: Ja, also ich bin ja nicht mehr im Chor, also jetzt ist mein Alter nicht mehr erlaubt und meine Stimme nicht mehr.
00:12:14: Achso?
00:12:15: Ja
00:12:15: um mal zu sehen, das reicht eigentlich auch.
00:12:18: Nee, ich gehe dann zu den Aufhörungen immer und fühle mich sehr verbunden mit der Kirche.
00:12:23: Und da lernt man auch Leute kennen – das war auf der Sinne des Chores eine sehr schöne Gemeinschaft in der man freisprechen konnte zum Beispiel auch was man ja in einer Schule oder in der Öffentlichkeit nicht immer
00:12:36: konnte.
00:12:38: Wenn sie da so aktiv in der Kirche waren, waren Sie dann auch neunundachtzig dabei bei den Kirchendiskussionen?
00:12:44: Im Montagsdemos.
00:12:45: Also in den verschiedenen Barienkirchen hieß sich das immer ein bisschen zurück.
00:12:49: Geht's eh mehr an die Kirche, war natürlich... also da rannte man, sag ich mal so, rannte schon mal hin um das mitzuwählen.
00:12:55: was ist da los, wer spricht da?
00:12:57: Wie haben Sie den Mauerfall erlebt?
00:12:59: Den Mauerfach?
00:13:01: Wissen Sie was?
00:13:02: wie kam meine Frau dann auch mit dem Chor und wir kamen immer mal nach Hause von einer Chorprobe Und haben dann immer gesagt, na guckt mal ein Briefkasten nach ob tausend Dollar da drin liegen.
00:13:13: Also als Jux nur.
00:13:15: Lack aber nie Geld.
00:13:16: und da haben wir uns immer so gesagt.
00:13:19: Macht doch mal den Fernseher an, ob die Mauer noch steht!
00:13:22: Das war der Tag neben die Mour dann viel...
00:13:25: Ach aus Jux gesagt?
00:13:26: Aus Jux haben wir das
00:13:27: gesagt?!
00:13:28: Naja, haben wir es natürlich sofort auf die Socken gemacht und sind zur Bauernholmer Straße gefahren und haben das da erlebt und waren auch drüben auf der Brücke Und war einfach auch noch eine Stufe mehr als Martin Luther King, weil man da stand und niemand so richtig wusste was denn eigentlich los hier.
00:13:46: Da war ne Sensation natürlich.
00:13:48: Ja und sie sind geschichtssicherer geblieben?
00:13:49: Ich bin geschichtsicherer
00:13:50: belieben und fand ein bisschen schwierig das natürlich rüber zu bringen.
00:13:53: ja jetzt sagt er so, jetzt sagt der so!
00:13:55: Naja jetzt dann ohne Kontrolle aber
00:13:57: auch ohne Kontrolle.
00:13:59: Naja ich sag mal so modifizierter Schichtsschicher.
00:14:02: also wir haben nicht auf die Bauke gehauen Und wir haben auch mit den Schülern so umgegangen, dass sie uns nachher geglaubt haben.
00:14:12: Es ist natürlich schön wenn Sie dann zu uns gehalten haben die Kinder.
00:14:16: Jetzt vielleicht die schwierigste Frage falls Sie eine Antwort haben.
00:14:18: Wen würden Sie heute gern mal predigen oder zumindest sprechen hören?
00:14:23: Was soll ich darauf antworten... Wir hatten ein Fahrer der dieses Projekt House of One eingerichtet hat.
00:14:32: Petri Platz in Leipzigstraße oder so in der Gegend.
00:14:35: jetzt Das war ein hervorragender Fahrer.
00:14:38: Wo Juden, Christen und Muslime einfassen.
00:14:41: Der Fortschritt ist noch nicht so wie sie sich das vorgestellt haben.
00:14:47: Vielen Dank fürs Gespräch!
00:14:50: Was für eine Geschichte?
00:14:51: Und auch wieder so einen Moment bei dem man merkt, Geschichte passiert nicht nur in großen Büchern sondern oft in Räumen in denen Menschen einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.
00:15:02: Wenn ihr solche Geschichten kennt, aus eurer Familie von euren Großeltern Eltern tanten Onkeln dann haltet sie fest oder noch besser schickt Sie uns.
00:15:10: Weil genau das sind die Geschichten, die sonst irgendwann verschwinden Und in der nächsten Folge wird's wieder ganz anders.
00:15:18: Dann spreche ich mit Daniel de Pichotto über New York in den Achtzigern Das wilde Westberlin und Die Entstehung Der Lovebreak.
00:15:26: Danke fürs Zuhören.
00:15:27: Bis dann!
00:15:29: FluxFM, was für ein Leben.
00:15:32: Weitere außergewöhnliche Biografien auf fluxfm.de.
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