Hausbesetzerin mit 16: Marina Müller und das Rauch-Haus | Was für ein Leben – Folge 25
Shownotes
1971 wird in Kreuzberg ein leerstehendes Gebäude besetzt. Aus dem ehemaligen Schwesternwohnheim des Bethanien-Krankenhauses entsteht das Georg-von-Rauch-Haus – eines der bekanntesten Hausprojekte Deutschlands. Marina Müller war damals 16 Jahre alt und von Anfang an dabei. Im Gespräch mit Matti Geyer erzählt sie von Wohnungsnot, Protestkultur, politischen Idealen und dem Alltag im besetzten Haus. Wie kam es zur Besetzung? Wer waren die Menschen dahinter? Und warum wird über das Rauch-Haus bis heute diskutiert? Darum geht es in dieser Folge von Was für ein Leben.
Habt ihr eine Geschichte für uns? Kennt ihr jemanden, der oder die ein außergewöhnliches Leben geführt hat?
Eine Geschichte, die man einfach hören muss? Dann schreibt uns an matti.geyer@fluxfm.de
– vielleicht wird genau daraus eine der nächsten Folgen von "Was für ein Leben".
Zum Host des Podcasts: Matti Geyer arbeitet als Redakteur beim Berliner Radiosender FluxFM. Speziell durch seine Arbeit als Stadtführer von toursofberlin bringt er Expertise in Sachen Historie ins Programm ein.
Transkript anzeigen
00:00:02: Flux-FM, was für ein Leben.
00:00:05: Außergewöhnliche Biografien auf Flux Fm!
00:00:08: Manche Häuser werden zu Legenden.
00:00:10: Das Geogh von Rauchhaus in Kreuzberg gehört definitiv dazu.
00:00:14: Wem das nichts sagt – das war ein altes Schwesternwohnheim neben dem bitanienkranken Haus, dass Anfang des Siebziger leer stand bis ein paar Jugendliche sich dachten, warum soll das hier leer bleiben wenn wir dringend Wohnraum brauchen?
00:00:25: Sie besetzen das Gebäude, organisierten sich selbst und machten das Haus zu einem Symbol der Hausbesetzerbewegung in Westdeutschland.
00:00:32: Bis heute gibt es das Rauchhaus, aber wie war das eigentlich als alles begann?
00:00:36: Wie fühlte sich an mit sechszehn Jahren über einen Zaun zu klettern und plötzlich Teil von etwas zu werden, dass später Geschichte schreiben wird?
00:00:43: Genau darüber spreche ich jetzt mit Marina Müller.
00:00:45: Sie war sechzehn Jahre alt, als sie neunzehntundhundertseinundsiebzig zu den ersten Besetzerinnen des späteren Georg-von-Rauchhauses gehörte.
00:00:52: Ich bin Matti Geier und los geht's!
00:00:56: Und das ist meine Geschichte.
00:00:59: Außergewöhnliche Lebensgeschichten auf Flux FM.
00:01:02: Du bist in Kreuzberg aufgewachsen.
00:01:04: In was für Verhältnissen bist du groß geworden?
00:01:07: Ich bin in einfachen, sehr einfachen Verhältnisse groß geworden.
00:01:12: Wir lebten im Hinterhof meiner Eltern.
00:01:15: Wir hatten eine eineinhalb-Zimmerwohnung zuviert mit meiner Schwester zusammen und das Klo befand sich einer halben Treppe tiefer als wir uns mit einem älteren Nachbarn teilten.
00:01:28: Und das Badezimmer war quasi auch in der Küche untergebracht.
00:01:33: Und wenn meine Mutter Frühstück zum Beispiel zubereitete, war sie dann beim Waschen dabei.
00:01:40: Der Vater kam rein unter diesen Verhältnissen und so bin ich aufgewachsen.
00:01:45: Das ganz alte Kreuzberg noch?
00:01:46: Ja!
00:01:47: Wie fandest du das Kreuzwerk damals in den Sechzigern-Siebzigern?
00:01:51: Also ich kann nicht sagen vielleicht bei mir der Vergleich damals fehlt da dass ich mich so unwohl geführt habe.
00:01:58: wir haben als Kinder auf dem Hof gespielt Wir konnten auf der Straße spielen, weil es kaum Autos gab.
00:02:07: Und ganz in der Nähe war damals der Treptower Park ein riesengroßer schöner Park, der allerdings den Treptow lag und wir als der Mauerbau kamen, den wir nicht mehr besuchen konnten.
00:02:21: Dann waren wir sehr abgeschieden.
00:02:25: also ich glaube was mir immer gefallen hat das ist sehr ruhig früher an Kreuzberg
00:02:29: war.
00:02:31: Und wie alt warst du, als das Rauchhaus besetzt wurde?
00:02:34: Siebzehn.
00:02:35: Was hast du da gerade gemacht also beruflich oder warst so in der Schule?
00:02:39: Ja ich hatte die mit einer Reife und bin auf der Erzieherfachschule gewesen, grad ein halbes Jahr und hatte dann eigentlich perspektivisch eben Erziehern werden wollen.
00:02:53: Aber ich habe auch irgendwo gelesen Du wolltest Druckerin werden eigentlich und man hat dich nicht gelassen.
00:02:59: Ja, das war ja dann schon als ich im Rauchhaus lebte.
00:03:03: Ach so!
00:03:03: Und ich dann ein bisschen einen Widerspruch bekam also zu der Erziehausbildung weil wir eben ohne Erzieher leben wollten und die Ausbildung abbrach zur Erziehrerin und mich dann besonder hat da also doch die Ausbildung zum Drucker zu machen.
00:03:20: Da hatte ich keine Chance.
00:03:23: Warum?
00:03:24: Weil also die meisten Druckereien in Berlin, das waren Kleinbetriebe und die lehnten mich eigentlich aus dem Grunde schon ab, weil sie keine extra Toiletten für Frauen hatten oder auch die Einstellung dass es kein Beruf für Frauen wäre.
00:03:41: Und es waren viele Frauen, die damals Berufe in Männerberufen ergreifen wollten Und wir da uns halt irgendwie versucht haben durchzusetzen.
00:03:52: Letztendlich war es dann nicht der Drucker, sondern ich bin ja dann... hab eine Ausbildung als Werkzeugmacherin gelernt.
00:03:57: Da war
00:03:57: ja auch wahrscheinlich was, wo du erst mal irgendwie reinbrechen musstest als Frau?
00:04:00: Wo
00:04:01: ich auch reinbreche musste und ich war die mit acht Lehrlingen die einzige Frau.
00:04:10: aber ich habe mich da gut durchsetzen können.
00:04:15: Das rauch raus bevor wir gleich dazukommen das war ja nicht deine erste Hausbesetzung, oder?
00:04:20: Nein.
00:04:20: Das war schon die zweite.
00:04:24: Die erste war also das Rauchhaus.
00:04:27: Georg von Rauchhorst liegt ja am Mariannenplatz und direkt gegenüber gab es im Hinterhof drei Fabriketagen, die leer standen.
00:04:38: Und ich besuchte damals einen Jugendfreizeitheim regelmäßig was aber sehr zeitlich schon eingeschränkt war, dass es am Sonntag immer geschlossen war.
00:04:52: Und das war der langweiligste Tag für uns Jugendliche, weil wir nicht wussten wo wir hingehen sollten und die Wohnverhältnisse ihm zu Hause sehr beengt waren.
00:05:02: Zusammen mit der Stadtteilgruppe, die wir damals kennenlernten
00:05:05: bzw.,
00:05:06: die uns damals aufsuchten – das waren Studenten – die gegen die Sanierungspläne des Senats kämpften.
00:05:14: Die haben wir ja kennengelernt und zusammen mit der Theatergruppe Rote Steiner, mit der Musikgruppe Tonsteine Schärmen die mich sehr beeinflusst haben also besonders in ihren Texten.
00:05:30: Ja und die Fabriketagen standen leer und wir beschlossen diese Fabriketagen zu besetzen und in Selbstverwaltung zu übernehmen Und wir bauten die aus und fahrten dort viele Veranstaltungen.
00:05:51: Und spielten doch noch Türständes, also hatten Bewegungsraum.
00:05:57: Das Problem war, dass die Räume nicht beheizt waren.
00:06:00: Und das kam der Winter, und es war eisig kalt.
00:06:06: Das war das eine und das andere war ... Wohnverhältnissen lebten, auch das Bedürfnis hatten miteinander zu wohnen.
00:06:19: Und entdeckte gerade rüber vom Mariannenplatz das Marta Maria Haus, das war ein Schwesternwohnheim was Leerstand, was zum Krankenhaus in Britannien gehört und das gesamte Britannian wurde ja vorher vor zwei Jahren geschlossen.
00:06:37: Wegen des Mauerbaus?
00:06:40: Ja richtig!
00:06:42: Es stand leer, es wurde beheizt und gerade dieses Schwesternwohnheim Marta Maria Haus wurde erst vor drei oder vier Jahren damals völlig renoviert.
00:06:57: Und beschlossen ist zu besetzen.
00:06:59: Das war ja auch Winter?
00:07:00: Das war dann relativ spontan, dass du da hingelaufen seid?
00:07:03: Naja also spontan weiß nicht!
00:07:05: Es war geplant.
00:07:07: Ich gehörte damals zu der Gruppe, der kleinen Auswahl, die das dann vorbereiteten.
00:07:16: Und wir nutzten allerdings weil es waren damals acht Leute, die den Zaun rüber klettern mussten um auf das Gelände zu kommen.
00:07:25: Die Tür wurde unten aufgebrochen im Keller und wir hatten ein Riesenglück dass der Hausmeister uns unterstützte.
00:07:33: Nicht offiziell,
00:07:35: der hat uns unterstützt weil er uns vorher die Glühbirne also die man unten im Keller einstellt eingestellt hatte.
00:07:44: Also wir hatten auch Licht und parallel lief im Audimax der TU eine Veranstaltung zu der Ermordung Georg von Rauchs der vier Tage vorher in Schöneberg erschossen wurde.
00:08:01: Und die Tonsteinescherben spielten auf diesem Audimarks, auf dieser Veranstaltung und im Anschluss dessen das Konzert rief Rio Reiser auf nach Kreuzbach zu fahren und die Besetzer des Marta Maria Hauses zu unterstützen.
00:08:22: also sie riefen dort zur Besetzung auf Und hunderte von Menschen fuhren nach Kreuzberg mit der Linie eins.
00:08:32: Es kam auch ca.
00:08:33: zweihundert noch ins Haus.
00:08:35: Habt ihr damit gerechnet?
00:08:36: Wir
00:08:37: haben es gehofft!
00:08:38: Sie kamen auch noch in das Haus, zweihundert Leute und ca.
00:08:42: dreihundert-vierhundert Leute nicht mehr weil die Polizei kam.
00:08:47: Die ganze Zeit tatü tatar wir barriktierten uns und sie schafften es auch nicht ins Haus zu kommen.
00:08:56: Es wohnen aber die, die auf dem Marienplatz draußen waren.
00:09:01: Ja mit Gewaltvertrieben von der Polizei.
00:09:04: Hast du erwartet auch dass es so aufgeheizt sein würde?
00:09:07: Das habe ich nicht.
00:09:08: also das war für uns Jugendlichen gar kein Thema oder wir hatten eben eigentlich nicht damit gerechnet Mit dieser Gewalt.
00:09:17: Gott sei Dank Ich hab die nicht so erfahren weil ich gesichert im Haus war weil ich drin war.
00:09:22: Aber warst du Teil der achten Sechziger Studentenproteste?
00:09:25: Nein, da war ich ja zu jung.
00:09:28: Also die Studenten mit denen wir dann zusammen waren und das Haus zusammen geplant und besetzt hatten, die waren schon alle fünf, sechs, sieben Jahre älter.
00:09:39: Okay
00:09:40: aber du warst natürlich politisch auch so eingestellt wie die würde ich mal annehmen.
00:09:45: Ja also was ja so der Jugend obliegt ist Die Gerechtigkeit.
00:09:53: Ich habe immer geschaut, wenn ich am Kudam war, da bin ich mit meiner Freundin, da gab es eine Diskothek ... Da konnte man um die Uhr schon rein in die Diskotheke, Big Apple wiesen sie und musste aber am zwanzig Uhr wieder zu Hause sein Und ich hatte immer einen Blick auf die Studenten.
00:10:10: Es war also jedes Wochenende gab es ne Demonstration Und mich hat es auch immer interessiert.
00:10:18: Also ich war da auch ganz stark für die, einfach für Gerechtigkeit.
00:10:22: Und ich fand es halt ungerecht dass Häuser leer standen und Menschen einen ganz schlechten Verhältnis, Wohnverhältnissen lebten.
00:10:30: Ja
00:10:31: wie waren deine Eltern das als du dann die Häuser besetzt hast?
00:10:35: Meine Eltern hätten jederzeit versuchen können über die Polizei oder über das Jugendamt mich dort polizeilich rausholen zu lassen.
00:10:45: Und es war so, dass wir auch Unterstützung hatten von sehr fortschrittlichen Sozialarbeitern im Bezirksamt Kreuzberg.
00:10:54: Die uns unterstützen und die eine Sozialarbeiterin damals zu meinen Eltern vor und mit den Sprach und sie überzeugte das alles gut ablief dort im Haus.
00:11:10: ich hatte dort mein eigenes Zimmer bekommen.
00:11:13: Also sie vermittelten zwischen mir und meinen Eltern.
00:11:17: Ich hatte die Besetzung mitgemacht, hab dann meine Eltern von der Telefonzelle aus angerufen gesagt ich komm nicht mehr nach Hause.
00:11:26: Und sie war natürlich sehr aufgeregt und ängstlich aber irgendwie war da doch eine Einsicht weil sie in diesen einfachen Familienverhältnissen lebten.
00:11:39: Hast du eigentlich Rio Reiser und Tunstein Sterben auch persönlich kennengelernt?
00:11:43: Also Rio Reiser, wir haben ja dann anschließend Wohnjahr in der Stadt noch mehr Häuser besitzt.
00:11:50: Das Tommy Weißbeckerhaus-Release und Tonsteines Scherben wurde immer dazugezogen die immer gespielt haben.
00:11:58: Und es gab auch das Rauchhaushauslied?
00:12:01: Ja!
00:12:02: Den Refrain singen wir mit.
00:12:04: ich singe da auch mit.
00:12:05: man ist immer noch wenn man mag mich zu hören kann man sich das Lied anhören Tonstände Charme, die Band hat ja am Tempelhof Verufer gewohnt.
00:12:15: Aber sie ging ein und aus bei uns ... Also ich kannte Rio Reiser bis zu seinem Tod.
00:12:22: Und wir hatten immer einen guten Kontakt.
00:12:25: Ja.
00:12:26: Wie ging es dann aber jetzt bei der Besetzung weiter?
00:12:28: Die Polizei war da, die draußen waren, wurden zurückgedrängt, ihre Drinnwart konnte drin bleiben.
00:12:34: Wir wollten natürlich auch verhandeln!
00:12:37: Und wir bestäteten uns Den Bezirks-Jugendstattrat Erwin Beck, der uns bekannt war als Antifaschist und hofften dass er uns auch unterstützen würde.
00:12:53: Welche
00:12:53: Partei war denn?
00:12:55: SPD.
00:12:56: Der alte Mann kam in der Nacht Und wir öffneten ja nicht die Türen.
00:13:02: er musste über eine Leiter und Wir verhandelt mit ihnen und tatsächlich sagte er uns so, dass wir erst mal drinbleiben konnten und somit zog die Polizei dann auch ab.
00:13:16: Und wie hat die Politik weiter reagiert?
00:13:19: Ja es gab Verhandlungen.
00:13:21: Wir hatten erstmal die Unterstützung des Stadtrats und wir wollten einen Vertrag das wir dort wohnen bleiben konnten.
00:13:32: Da streupten sie sich erst und wollten ihn nicht verhandeln
00:13:37: Weil das Gelände gehörte der Stadt
00:13:39: Genau.
00:13:40: Was wäre die Alternative gewesen, Abriss?
00:13:42: Oder wollten Sie das für irgendwas nutzen?
00:13:43: Ja
00:13:44: also sie sagten schon.
00:13:46: Sie hätten selber Vorstellungen und es käme auch soziale Einrichtung dort rein.
00:13:53: ja aber wir waren nun drin und wir hatten unsere berechtigten Bedürfnisse.
00:13:59: Also es gingen nicht nur ums Wohnen Es gab... Wir arbeiteten dann auch mit Treber Jugendlichen zusammen Kinder und Jugendliche, die aus den Heim abgehauen waren.
00:14:13: Und in den Heimen damals, also Katastrophale Verhältnisse waren.
00:14:19: Die zu uns kamen.
00:14:21: Es gab Drogenabhängige, die Releasegruppe, die auch in das Rauchhaus wollte.
00:14:28: Also es gab von dem sozialen Aspekt genug Gründe, dass wir dort in diesem Haus blieben.
00:14:35: War der Rest komplex vom Britannien Krankenhaus nicht auch irgendwann
00:14:38: besetzt?
00:14:39: Der stand leer.
00:14:40: Ja, da gab es viel, viel Ansprücher auch von Künstlern zum Beispiel und die auch Versuche machten da an das Haus zu kommen und teilweise Besetzungen aber nicht so vehement wie bei uns und dass schneller Zuverhandlungen kam mit dem Senat.
00:15:02: Und wie gesagt, unsere Hauptforderung war, dass der Senat mit uns verandelt.
00:15:11: Das gelangt uns nur weil wir eine große, große Solidarität in der Stadt hatten.
00:15:16: Ich wollte
00:15:16: gerade fragen, wie die Kreuzberger Innen reagiert haben auf euch?
00:15:21: Unterschiedlich!
00:15:23: Weil das erstmal sehr suspect war.
00:15:26: also was wir da taten einfach ein Haus zu besetzen und Es kamen ein paar Monate später ja der erste Mai, den wir dann gestalteten auf dem Mariannplatz.
00:15:41: Die Bürger einlohen und das kamen sehr viele.
00:15:44: also wir machten vorher auch einen Kinderfest einen Tag vorher es spielten Bands Wir machten verschiedene Angebote Und es gab Essen und Trinken.
00:15:56: Das war das erster Maifest überhaupt auf den Mariann Platz Ja, und wir kamen ins Gespräch mit der Bevölkerung.
00:16:04: Und teilweise hatten wir auch eine große Unterstützung.
00:16:08: Was ich allein auch schon da so äußerte, dass wir viele Spenden bekamen.
00:16:14: Denn wir zogen ja alle ein ohne Möbel ... Die kamen wirklich und brachten tische Stühle, was wir zum Einrichten unserer Zimmer brauchten.
00:16:29: Hat denn der Senat mit euch verhandelt irgendwann?
00:16:31: Also erst mal, es gab gesagt, wichtig waren wirklich die Solidarität in der Stadt.
00:16:37: Vieler jugendlicher Gruppen, die Fahrt für Nazid, VJM und vieler evangelischer Gruppen.
00:16:46: Und das gab ja Demonstrationen mit fast Zehntausend Menschen.
00:16:50: Die Forderung war immer Senat an den Verhandlungstisch.
00:16:55: Dann gab es Verhandlungen Und wir wollten Nutzungsvertrag haben, den wir
00:17:01: bekommen haben.
00:17:03: Wie muss man sich überhaupt das wohnen unter so einem Alltag im Rauchhaus und eben in diesem sehr bekannten besetzten Haus vorstellen?
00:17:11: Also wer hat da gewohnt?
00:17:12: wie viele Leute waren es?
00:17:14: Ja am Anfang waren es sehr sehr vieler und im Wechsel auch um die fünfzig sechzig Leute.
00:17:23: der erste wichtige Beschluss war dass wir alle Regeln im Haus zusammen beschließen.
00:17:31: Und deswegen gab es zweimal in der Woche einen Plenum und das war eine Bedingung an den, der wohnte daran teilzunehmen.
00:17:46: Auf diesem Plenuum wurde erst mal die Lage immer besprochen also wie wir vorgehen um unseren Vertrag zu bekommen wie wir da draußen die Menschen halt auch gewinnen.
00:18:01: Das war ein ganz wesentlicher wichtiger Punkt und der Alltag nach dem du gefragt hast, der musste dort auch besprochen werden.
00:18:09: Und eine ganz wichtige Sache war auch die Aufnahme wer also im Haus wohnen durfte.
00:18:19: Gabs es also Vorstellungsrunden oder?
00:18:21: Richtig!
00:18:21: Es gab Vorstellungen Ja, vielleicht auch manchmal im Nachhinein.
00:18:26: Für mich jedenfalls manchmal auch sehr hart.
00:18:30: So wie WG-Castings heute vielleicht?
00:18:32: Wahrscheinlich ja und es kamen ja viele Kinder auch wenn die vierzehn-fünfzehn waren gerade von zu Hause weggelaufen.
00:18:44: Wohnen die ganz schön in die Mangel genommen.
00:18:48: Und dann ... Gab es, glaube ich auch nur Probezeit von zwei Wochen.
00:18:54: Und also das war jedenfalls ein wichtiger Punkt der immer besprochen werden musste.
00:18:59: Dann ... Der Senat hatte uns damals von rund zwanzig tausend D-Mark zum Leben auch gegeben und das lehnten wir ab weil wir... Also das zweite Mal lehnten wir das dann ab Weil wir wirklich unabhängig leben wollten.
00:19:15: Das hieß dass Wir auch alle arbeiten mussten.
00:19:19: Woher
00:19:19: sollte das Geld kommen?
00:19:21: Und alle, die dort lebten, mussten eine Arbeit nachgehen oder auch eine Lehre machen.
00:19:29: Das hatten damals die meisten ja gemacht und wir arbeiteten dann halt was wir brauchten zum Leben und jeder musste denn sein Teil dazu geben
00:19:43: für
00:19:44: Lebensmittel fürs Kochen.
00:19:46: Also das war alles gemeinschaftlich solidarisch?
00:19:49: Genau.
00:19:50: Weil für Miete bezahlt man nichts, aber wie ist es mit Wasser und Strom zum Beispiel?
00:19:53: Das brauchten wir auch nicht sein.
00:19:54: Okay.
00:19:55: Es braucht mir auch nicht zu sein.
00:19:57: Das war frei!
00:19:59: Und ja also... Wie du schon sagst, also wir kochten gemeinsam, das war auch ein Beschluss, dass keiner für sich da alleine dreht.
00:20:10: Und da gab es das Muster eben auch erstellt werden, Planer stellt werden.
00:20:15: Es kochten immer drei Leute zusammen für ca.
00:20:21: fünfzig Leute.
00:20:22: denn aber was wir also total genossen weil man kam dann alle drei Wochen an Randen zu kochen.
00:20:31: Es gab ein Putzplan der wurde gemeinsam aufgestellt.
00:20:37: Ja, das war so der Alltag.
00:20:39: Es mussten Sachen renoviert werden.
00:20:41: Du hattest ein eigenes Zimmer und es gab Gemeinschaftsräume?
00:20:44: Und es gab auch Gemeinschafträume hier.
00:20:46: Jeder hatte ein eigener Zimmer... ...und in jeder Etage gab es auch einen Gemeinsschaftsraum.
00:20:54: Und unten im Keller unsere große Gemeinshaftküche!
00:20:57: Ihr müsst doch immer auch Angst gehabt haben dass vielleicht doch irgendwann die Polizei aufkreuzt und euch daraus
00:21:01: kickt?!
00:21:04: Die Angst hatten wir, als das den Vertrag noch nicht gegeben hatte.
00:21:09: Und es gab einen großen Polizeieinsatz.
00:21:13: also das Haus wurde natürlich trotzdem weiterhin beobachtet und Es war in der Zeit auch immer noch ein kommen- und gehen.
00:21:23: Das Haus war auch so ein Punkt für viele erlinke Gruppen.
00:21:31: die Kommunistischen Parteien waren da an uns ganz interessiert.
00:21:37: Und es gab damals den KBDML, die KBW und alle wollten uns für die große Revolution gewinnen?
00:21:48: Bevor's gleich weitergeht.
00:21:49: hier noch die kurze Geschichte hinter dem Namen Rauchhaus.
00:21:52: Das Gebäude hieß ursprünglich Marta Mariaheim und war das ehemalige Schwesternwohnheim des Britannienkrankenhauses.
00:21:58: Seinen heutigen Namen bekam das Haus nach Georg von Rauch.
00:22:01: Der Linksradikale Aktivist wurde am vierten Dezember, bei einem Polizeieinsatz in Westberlin erschossen und wurde für viele in der linken Szene zur Symbolfigur.
00:22:11: Als das Haus wenige Tage später besetzt wurde benannten es die Besetzer nach ihm.
00:22:16: Die spätere terroristische Bewegung zweiter Juni entstand erst Nachgierf von Rauchstod.
00:22:21: Zwar gab es personelle und politische Überschneidungen zu Linken- und auch linksradikalenszenen der Zeit aber das Haus war in erster Linie ein Hausbesetzer und Wohnprojekt.
00:22:31: Es gab auch die Bewegung Zweiter Juni, die bei uns ein- und ausgingen.
00:22:39: Vielleicht kann ich das kurz... weil ich wollte da sowieso drauf eingehen.
00:22:42: Zweiter Juli, das kennt man heute nicht mehr.
00:22:44: so vergleichbar vielleicht mit der RAF, der Roten Armee Fraktion also eine sehr radikale linke Bewegung.
00:22:52: Und ich frage mich auch ob das vielleicht auch dann da reingespielt hat dass der Senat euch da hat wohnen lassen?
00:22:59: Weil diese ein bisschen Angst vor euch hatten.
00:23:00: Oder meinst du nicht, dass das so war?
00:23:02: Wegen der Verbindung quasi zum zweiten Bild.
00:23:04: Ja es ist eine gute Frage und die ist berechtigt.
00:23:08: die Frage und das wird auch ne Rolle mitgespielt haben.
00:23:12: Weil ich meine wir waren ja auch... Also ne Hausbesetzung is ja auch radikal sehr radikal Und da fehlte eventuell auch nicht unbedingt.
00:23:27: also der Schritt auch weiterzugehen.
00:23:30: Also wir hatten ja auch weitere Vorstellungen, dass die Welt verändert wird und waren mit vielen Verhältnissen nicht einverstanden.
00:23:42: Und der Schritt zum bewaffneten Kampf war ja nicht so weit.
00:23:51: Wir haben darüber diskutiert im Gjörg von Rauchhaus.
00:23:58: Die Mehrheit, da hat das abgelehnt.
00:24:00: Also du selbst und viele der Bewohner waren gar nicht Teil von dieser zweiten Junibewegung?
00:24:04: Nein!
00:24:04: Hattet zufällig nur den Namen Georg van Rauch?
00:24:07: Das war zufälich.
00:24:09: also... Wir waren schon auch gegen ... Da ging es oder fanden es.
00:24:15: Verurteilen die Erschießungen.
00:24:17: Ja ja.
00:24:18: Das schon.
00:24:19: aber dass wir die Kämpfe oder den Kampf die RAF und die Bewegung zweiter Juni beschlossen haben, den haben wir nicht unterstützt.
00:24:31: Wie lange warst du dann in dem Rauchhaus insgesamt?
00:24:35: Ich habe dreieinhalb Jahre dort gewohnt.
00:24:39: Hast du dich noch wie die Springerpresse damals auf euch reagiert hat?
00:24:42: Ja das wollte ich ja kurz noch erwähnen dass natürlich es so war dass also wir immer beobachtet worden sind und es auch Spitze im Haus gab.
00:24:56: Ach ja?
00:24:57: Die berichtet haben.
00:24:59: Das wussten wir erst im Nachhinein dann, oder?
00:25:01: Ja, das
00:25:01: wussten immer erst im nachhineinen.
00:25:06: Es ist uns aufgefallen und in dem Moment, wo es uns aufgefallen war, waren die auch weg.
00:25:11: Und dann war das ganz klar, dass das Spitzel waren.
00:25:15: Es hat eine große Ratia gegeben.
00:25:19: Ich glaube da waren auch acht Hundert Mannschaften... Wir mussten alle raustreten, aus dem Haus und wurden untersucht.
00:25:31: Und die Zimmerwohnen untersucht ... Man hatte drei Flaschen gefunden.
00:25:41: Die sollten ja als Molotov Cocktails wohnen, die dargestellt hatten.
00:25:46: Als hätten wir Molotow Cocktails gebaut.
00:25:52: Was wirklich nicht stimmt da.
00:25:53: Aber irgendwie mussten sie alles berechnen, dass es dann eine Ratia gegeben hat.
00:26:02: Und ihr konntet ja vom Haus auch in den Tour des Streifen gucken von der Mauer?
00:26:05: Ja.
00:26:06: Konntet ihr sehen wie zum Beispiel die Grenzsoldaten darauf reagiert haben wenn bei euch so was los war?
00:26:12: Also wir haben ja viele Feste gefeiert, Georg von Rauchhaus und ... Die Lautsprecher nach drüben gestellt, weil wir das auch nicht akzeptiert haben.
00:26:24: Den sogenannten Sozialismus in der DDR und wussten dass die Menschen nicht rüber konnten und eingeschlossen waren Und provozierten dann auch mit unserer Musik.
00:26:36: oft hatten wir den Eindruck, dass es gut kann ankommen ja Ja und die auch rüber winkten und es waren ja auch alles junge Männer und
00:26:46: vielleicht deren Alltag ein bisschen Und dass jetzt da stundenlang diese Grenzschutz-Grenze damit machen mussten?
00:26:53: Ja, aufheitern.
00:26:55: Genau.
00:26:55: Ich hab mal irgendwo gelesen und es fand ich ganz lustig den Spruch das Kreuzberg damals wahrscheinlich sozialistischer war als der Ostteil der Stadt, der offiziell sozialistisch war.
00:27:04: Genau!
00:27:06: Das passt ja.
00:27:07: Kennst du noch aktuelle Bewohner die dort immer noch wohnen im Rauchhaus?
00:27:10: Ja also es sind ja mittlerweile viele verstorben wir sind ja alle in dem Alter um die siebzig Und wir hatten vor fünf Jahren das Fest.
00:27:24: Fünfzig Jahre Georg von Rauchhaus und das haben einige angefangen, denn zu organisieren.
00:27:34: Wir haben da viele Menschen die dort lebten wieder zusammengerufen und haben drei Tage einen festgemacht.
00:27:44: Zusammen mit den jetzigen Bewohnern Und das hat es auch wieder belebt, dass einige jetzt weiterhin einen guten Kontakt miteinander haben.
00:27:54: Auch mit den jetzigen Bewohnern oder?
00:27:56: Ja, auch mit den Jetzigen.
00:27:58: also wir werden jedes Jahr eingeladen die feiern und haben überhaupt ihre Fest- und Wendern großes fest, das wären wir auch eingeladene.
00:28:05: Wie ist denn jetzt der Status vom Rauchhaus?
00:28:06: Ist das immer noch der gleiche Vertrag?
00:28:08: da gilt?
00:28:08: Nein, sie haben einen gemeinnützigen Vertrag Mit einer
00:28:12: Wohnungsbaugesellschaft,
00:28:15: Bremer-Wohnungsbaugesellschaft.
00:28:17: Also
00:28:17: gilt es aber noch als besetzt?
00:28:19: Nee die haben ja einen Vertrag und sie zahlen auch
00:28:22: Miete
00:28:23: eine geringe Miete und der Vertrag der gilt glaube ich noch vierzig Jahre.
00:28:30: Aha!
00:28:31: Ja also Sie können da fest wohnen
00:28:33: und... Also ist nicht mehr städtisches Eigentum?
00:28:35: Nein
00:28:35: städtestes Eigentuum ist das nicht mehr.
00:28:37: Ah okay aber dann bin Insofern verwundert, weil vieles was ja dann privatisiert wurde von den besetzten Häusern nach der Wende.
00:28:45: Da haben die Investoren die Leute ja sofort rausgekickt und da haben sie irgendwie einen Weg gefunden.
00:28:51: Ja,
00:28:52: die haben da einen Weg gefunden.
00:28:53: Du bist dann ausgezogen?
00:28:55: Warum?
00:28:56: Ich bin mal ganz ehrlich, weil es anstrengend war.
00:29:01: Es war wirklich sehr, sehr anstrend mit fünfzig Menschen.
00:29:08: Also, was seit auch immer wieder anstrengend war.
00:29:10: Dieses Plenum wöchentlich und ja man begegnete... Man lebt ja mit diesen Menschen zusammen und es war eben... Es war einfach anstreggend!
00:29:25: Hast du danach nochmal in irgendeinen anderen besetzten Häusern gewohnt oder?
00:29:29: Nein ich habe da nicht mehr im besetzte Haus gewohnd aber noch viele Jahre in Wohngemeinschaften.
00:29:34: Okay Und wiefern habt dich all das geprägt?
00:29:37: dein Leben lang Würdest du sagen?
00:29:42: Das hat mich sehr geprägt.
00:29:43: Das Wichtigste war, glaube ich für mich... ...dass wenn man sich zusammentut, Dinge erreichen kann.
00:29:50: Nicht allein!
00:29:52: Sondern man muss sich zusammen tun und solidarisieren.
00:29:57: Das war das eine.
00:29:59: Aber auch privat für mein Leben war was mich rausgeschickt hat.
00:30:09: Wenn ich dran denke, hab' ich immer das Gefühl.
00:30:11: Ich habe da drei Jahre sind länger dort gelebt und hatte Flügel.
00:30:17: Und für mich in Freiheit zu leben was ja nur bedingt geht.
00:30:23: aber es war immer mein Ziel und selbstbestimmt und das Selbstbewusstsein das habe ich dort erhalten dafür oder auch den Mut auch den nicht dort... bekommen habe, Dinge anzugehen die nicht selbstverständlich waren.
00:30:39: Zum Beispiel dass ich eben eine Ausbildung als Werkzeugmacherin gemacht habe oder das mir das ganz wichtig war auch in der Erziehung.
00:30:47: Ich hab dann später ja doch nochmal die Erzieherausbildung gemacht, mir eine Einrichtung zu suchen nach dem Prinzip von Montessori einer Pädagogin arbeitet, der Leitbild immer war, zeige es mir selbst zu tun.
00:31:04: Also selbst in die Hand zu nehmen, selbstbestimmt zu leben und ich arbeite jetzt seit dreißig Jahren in eine Einrichtung, Montessori-Einrichtungen und so.
00:31:17: das ist unser Prinzip, die Kinder zu erziehen wir aber auch als Vorbild in unserer Einrichtungen im Team arbeiten und die Sachen besprechen, die getan werden müssen usw.
00:31:30: Das war mir immer ganz wichtig.
00:31:31: Gibt es das alles weiter an den nächsten Generationen?
00:31:33: Richtig!
00:31:35: Und wohnst du immer noch in Kreuzberg?
00:31:37: Wieder in Kreuzeberg!
00:31:39: Zwischendurch warst du mal ganz raus aus Berliner einfach ein anderer Bezirk?
00:31:42: Ja ich
00:31:42: bin fast raus also... Ich habe vor twenty-fünf Jahren Rudo gelebt.
00:31:48: Ich hab ja auch zwei Kinder bekommen, dann eine Weile vorher noch in Neukölln Und das war mir einfach zu hektisch in Neukölln.
00:31:57: Wir sind dann rausgezogen, mein Mann und ich mit den Kindern ... Also auch wieder an der Mauer gelebt.
00:32:07: im Ruderudur ist ja so ein Grenzbezirk.
00:32:12: Meine Jungs sind dann wieder zurück nach Kreuzberg.
00:32:15: Dann bin ich danach gezogen.
00:32:18: Wie finden die, dass Ihre Mama mal eine Hausbesetzerin war?
00:32:21: Gut!
00:32:23: Wie findest du Kreuzberg heute im Vergleich zu damals?
00:32:26: bzw.
00:32:26: was wünschst du dir für den Kiez?
00:32:28: Also Kreuzwerk hat sich sehr, sehr verändert.
00:32:32: ich bin nicht sehr glücklich mehr in Kreuzburg.
00:32:35: Ich wollte doch fragen ob du Kreutzberg überhaupt noch magst.
00:32:37: Ja
00:32:38: also das ist ambivalent weil man immer wieder mal auch Ecken trifft und Nischen findet wo es das alte Kreuzpark gibt.
00:32:47: Aber es kommen halt viele Touristen nach Kreuzberg und es wären Menschen rausgeschmissen aus ihren Wohnungen.
00:32:59: Das ist nicht mehr mein Kreuz Berg.
00:33:01: Was würdest du dir denn für Kreuz berg oder Berlin insgesamt wünschen?
00:33:05: Zum Beispiel, dass es bezahlbare Wohnungen gibt!
00:33:08: Und das ist ja in Kreuzbach schon lange, also nicht mehr der Fall.
00:33:12: Das fing in den Kreuzberg einundsechzig an, dass die Wohnungen nicht mehr bezahlbar sind und es ist jetzt in Kreuzeback sechsunddreißig genauso.
00:33:20: Ja.
00:33:20: Und das finde ich das Wichtigste.
00:33:23: Also es sollte eine gute Mischung sein!
00:33:25: Ich habe es sehr gerne gehabt zum Beispiel einundsiebzig als wir das Rauch aus besetzten.
00:33:33: In der Zeit, da auch viele Gastarbeiter kamen aus der Türkei und Jugoslawien damals Und diese Mischung mochte ich immer.
00:33:39: Also man hat viel gelernt von ihnen und das wünsche ich mir, dass es auch weiterhin so bestehen bleibt.
00:33:47: aber die Menschen sind halt oft betroffen von zu hohen Mieten und müssen auch rausziehen.
00:33:53: Und wir haben keine leeren Häuser mehr, die wir besetzen könnten?
00:33:55: Ich glaube die haben wir nicht mehr, nein.
00:33:58: Na gut dann danke ich trotzdem für das Gespräch, fürs spannende Gespräch!
00:34:03: Gerne
00:34:05: Ein spannender Einblick in ein Stück West-Berliner Zeitgeschichte.
00:34:08: Und in der nächsten Folge geht es um einen Mann, der Menschen auf ganz andere Weise zur Freiheit verheif – Brothard Feige!
00:34:14: Als Fluchthelfer heifer mehr als neunhundertfünfzig Menschen dabei aus der DDR in den Westen zu gelangen mit umgebauten Autos gefälschten Papieren und einer gehörigen Portion Mut.
00:34:23: Dabei riskierte er immer wieder seine eigene Freiheit und sein Leben.
00:34:27: Bis dahin und danke fürs Zuhören.
00:34:30: FluxFM, was für ein Leben.
00:34:33: Weitere außergewöhnliche Biografien auf fluxfm.de.
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