Eberhard Diepgen: Der Mann, der Berlin fast zwei Jahrzehnte regierte | Was für ein Leben – Folge 24
Shownotes
Kaum ein Politiker hat Berlin so lange geprägt wie Eberhard Diepgen. Fast 17 Jahre lang war der CDU-Politiker Regierender Bürgermeister – zunächst im geteilten West-Berlin, später als erster Regierungschef des wiedervereinigten Berlin. Seine Amtszeit umfasste einige der entscheidendsten Jahre der jüngeren Stadtgeschichte. Geboren 1941 in Berlin, wächst Diepgen in den Trümmern des Zweiten Weltkriegs auf. Schon früh engagiert er sich in der CDU, studiert Jura und wird 1984 erstmals Regierender Bürgermeister. Er erlebt die letzten Jahre der Frontstadt im Kalten Krieg, die 750-Jahr-Feier Berlins, den Anschlag auf die Diskothek La Belle und den politischen Alltag einer eingeschlossenen Stadt. Nach Mauerfall und Wiedervereinigung kehrt Diepgen 1991 ins Rote Rathaus zurück. Als erster Regierender Bürgermeister des vereinten Berlin steht er vor der Aufgabe, zwei Städte zusammenzuführen und aus Berlin wieder die Hauptstadt Deutschlands zu machen. Es sind Jahre des Aufbruchs, aber auch der schwierigen Entscheidungen, geprägt von milliardenschweren Bauprojekten, wirtschaftlichem Strukturwandel und politischen Kontroversen. In dieser Folge spricht Matti Geyer mit Eberhard Diepgen über seine Kindheit im Nachkriegs-Berlin, seinen Weg in die Politik, das Leben in der geteilten Stadt, die Herausforderungen der Wiedervereinigung und die Ereignisse, die Berlin bis heute prägen. Ein persönliches Gespräch mit einem Zeitzeugen, der die Geschichte der Hauptstadt über Jahrzehnte an entscheidender Stelle mitgestaltet hat.
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00:00:02:
00:00:08: Es gibt Politiker, deren Amtszeit selbst zu einem Kapitel Stadtgeschichte wird.
00:00:13: So wie mein heutiger Gast der hat Berlin durch einige seiner wohl turbulentesten Jahrzehnte begleitet den Kalten Krieg die letzten Jahre der geteilten Stadt Den Mauerfall aus der Opposition Die Wiedervereinigung den Hauptstadtbeschluss den Umzug von Parlament und Bundesregierung Und den Neubeginn Berlins als Hauptstadt des Vereinten Deutschlands.
00:00:30: Ich bin Matti Geier und in diesem Podcast spreche ich mit Menschen, deren Biografien Geschichte greifbar machen.
00:00:36: Ein heutiger Gast ist Eberhard Diebken.
00:00:38: Er war von nineteenundvierund achtzig bis neunundachtzig Regierender Bürgermeister von West-Berlin und von einundneinzig bis zweitausendeins Regierende Bürgemeister des Wiedervereinigten Berlins.
00:00:48: Insgesamt führte er die Stadt mehr als fünfzehn Jahre lang länger als jeder andere regierende Bürgermeister.
00:00:54: Wir hatten also eine ganze Menge zu besprechen!
00:00:59: Und das ist meine Geschichte Außergewöhnliche Lebensgeschichten auf Lux-FM.
00:01:04: Sie sind Jahrgang, was sind Ihre frühsten Erinnerungen an Berlin?
00:01:09: Die Rückkehr aus der Evakuierung.
00:01:12: Der Krieg ging zu Ende, da war ich knapp drei und wir waren evakuiert in Klingenthal und kam dann zurück in die Wohnung meiner Großelder.
00:01:25: In einer Nordbahnstraße am Bahnhof Wollangstraße im Hinzenen.
00:01:31: So, das sind meine konkreten Erinnerungen.
00:01:34: Die saubere Wohnung dabei nach dem Durcheinander der Fahrt in einem verdunkelten Waggon.
00:01:45: ich erinnere mich dann noch dass einer die eine Kerze anmachte und in der Mitte da stand also dieser Erinnerung Und in der Wollernstraße dann auch die Erinnerungs daran Dass wir einen Bahnhang dort dann Brennnesseln und sonst was alles gesucht haben, um Essen zu machen.
00:02:06: Ja!
00:02:07: Und Kriegsschäden wahrscheinlich auch?
00:02:09: Oder
00:02:10: die sind nicht so... Das
00:02:10: ist das Erstaunliche.
00:02:12: da waren also in der Notbahnstraße, da wohnen meine Großeltern, waren kaum Kriegsschäden, kaum Kriegschäde nachher.
00:02:22: wenn wir nachher ein Stückchen weiter rüber gehen können die Wohnholmer Straße, da sah das dann anders aus und mir geht es auch daran.
00:02:31: Bei vielen Dingen, die ich an den Krieg erinnere bin ich nicht sicher ob das nicht in Wirklichkeit Erzählungen meiner Großeltern waren und nicht eigene Erinnerungen.
00:02:40: Ja verstehe ich.
00:02:41: Und Sie sind dann ja in Gesundbrunnen aber groß geworden ganz in der Nähe von der Grenze?
00:02:46: Jedenfalls dann in den fünftig Jahren.
00:02:48: wir wohnen zwischendurch in Spandau und dann bin ich am gesundbrunn In der Gartenstadt Atlantik, die ist sehr verhältnismäßig bekannt.
00:03:01: Da bin ich, sind wir dann groß geworden.
00:03:03: also... Die letzten Jahre in der Grundschule waren dort und danach her zum Abitur hinaus.
00:03:11: Und waren Sie weiterhin oft im Osten?
00:03:13: Also sind Ihre Großeltern auch da in Pankow geblieben?
00:03:16: Ja natürlich!
00:03:17: Wir waren ja unmittelbar an der Grenze dabei.
00:03:20: Oft rüber.
00:03:22: Rüber in den Friedhof, rüber in dem Bürgerpark alles das gehörte dazu Und danach, als ich älter war gehört ja zu Berlin dass man das eine oder andere im Ostteil der Stadt gekauft hat.
00:03:36: Vor allen Dingen Literatur und ich war oft in den Theatern in Ostberlin, in der Oper, in einer Operette und ich bin... Das war typisch für Klassenkameraden von mir.
00:03:52: auch wir sind im Osten in die Tanzschule gegangen Jürgens in die Tanzschule, in die auch meine Eltern gegangen waren.
00:04:01: Aha, Schmidt-Hutten!
00:04:03: Einige Berdiener werden den Namen heute noch im Begriff haben.
00:04:07: Um das klassische Tanzen zu lernen?
00:04:08: Wenn man dann ausging mit...
00:04:10: Na ja also mein Bruder ging in Steglitz zur Tanzstunde der lernte da ganz anderes.
00:04:17: Wir lernten Foxtrot und Walzer aber nicht modernere Tänze.
00:04:25: Inwiefern hat sie das geprägt, dass Sie zum Westen gewohnt haben aber noch regelmäßig in den Osten gegangen sind?
00:04:30: später dann in der Politik?
00:04:31: Das Entscheidende für meine Jugendzeit also Alter zwischen zwölf und danach ja Abitur achtzehn sind eigentlich die Tätigkeiten, die ich damals nach der Zeitung austragen.
00:04:46: Und so war auch die soziale Situation meiner Eltern.
00:04:50: mein Liebvater war arbeitslos lange Zeit Und das wirkte sich aus.
00:04:56: Ich glaube, dass bestimmt mich eher... Also die Erfahrung, dass beim Zeitungsaustrahmen, beim Kassieren ich für zehn Fennie mehrmals hingehen musste und feststellte der konnte wirklich nicht bezahlen.
00:05:11: Das hat mich und meinen sozialen Engagement sicherlich stärker bestimmt als das Verhältnis zwischen Ost- und Fest.
00:05:19: Wobei bei der Luftbrücke, das sind klare Erinnerungen.
00:05:23: Da kannte ich jedes Flugzeug.
00:05:26: Wir
00:05:26: wohnen damals in Spandau Die Wasserflugzeuge dort auf der Havel Das war ein Stückchen der unmittelbaren Erfahrungen und auch die Erfahrung Was konnte man kaufen?
00:05:39: Stromsperre!
00:05:41: Das alles ist bei mir sehr präsent.
00:05:44: Aber an dem Maubau haben sie Sie waren ja ein Mauer näher, aber so viel haben sie da nicht miterlebt.
00:05:48: Aber dann die Tage darauf, haben sie irgendwann mal in einem Gespräch gesagt?
00:05:51: Da können sich noch genauer dran erinnern.
00:05:53: Ja, Mauerbau!
00:05:55: Ich bin damals dann zur Bernauer Straße auch gegangen.
00:05:58: Wir angesehen was da eigentlich im Einzelnen passierte.
00:06:02: und die entscheidende Erinnerung ist ich habe am vierzehnten August angefangen als Werkstudent bei Siemens zu arbeiten.
00:06:12: drei Schichten Transport Nur eine halbe war noch da, ein Kollege kam aus dem Osten und wir diskutierten die ganze Zeit.
00:06:23: Geht er wieder zurück in den Osten oder bleibt er?
00:06:27: Am Dienstag kam er nochmal am Mittwoch nicht mehr.
00:06:32: Und dann sind sie in nineteenhundertsechzig ein Jahr später dann Mitglied der Jungen Union geworden.
00:06:37: was war damals ihr Antrieb in die Politik zu gehen?
00:06:40: ich war Studentenvertreter.
00:06:42: das ging hatte etwas mit den Kandidaturen für das Studentenparlament zu tun.
00:06:48: Und dabei lernte man, jedenfalls lernte ich, dass wenn man keine Verbündeten hat, kann man da nichts gestalten.
00:06:57: Ich war da Zulassungsbeauftragter Jurieristischen Fakultät.
00:07:02: Wurde dann nachher zum Astervorsitzenden gewählt in einem Bündnis mit vathodischer Studentengemeinde und Unabhängigen dabei.
00:07:13: Die Veranlassung in die CDU einzutreten war also einmal, man brauchte eine Basis insgesamt und CDU ganz gegen den Trend meiner Generation an der damaligen Zeit.
00:07:29: Das hatte etwas damit zu tun dass einer freien Universität wenn man im Audimax war und sich zu Wort meldete.
00:07:37: Und die nur vermuteten, man würde nicht den Mainstream entsprechend argumentieren wurde mal niedergebrüllt.
00:07:43: Es war eine intolerante linke Atmosphäre und ich bin aus Protest dagegen bei der CDU gelandt
00:07:52: Weil als Sie vorhin gesagt haben dass das mit den Zeitungen austragen und dass dann jemand tagelang nichts bezahlen konnte Dass es sie geprägt hat War mein erster Gedanke.
00:08:02: aber das klingt ja eher nach Sozi
00:08:04: Das muss nicht unbedingt, also meine Ursachen und Grundlagen nachher bei der CDU weiter zu bleiben.
00:08:13: Dabei hatte ich dann noch ein besonderes Erlebnis.
00:08:17: Als sich mein Ausweiskräch zugeschickt bekram, las ich vom Landesgeschäftsführer der CDU das der Diebkind dieser Studentenvertreter, der da in studentischen Vereinigungen war ein reaktionärer Typ wäre.
00:08:34: Also das hat meine Verbindung zur CDU für einige Zeit etwas eingeschränkt.
00:08:41: Wobei die Erfahrungen auf Rhein-Universität, ich bin ja dann abgewählt worden als Astervorsitzender und bin da nie ins Amt gekommen.
00:08:49: Und das hat meiner Popularität und mein Bekanntheitsgrad insgesamt erheblich gesteilt.
00:08:54: Deswegen landete im nationalen Studentenverband, erst am Fachverband Rechtswissenschaften und danach her im Verband deutscher Studentenschaften.
00:09:03: Und war da für Sozialfragen- und Hochschulfragen zuständig.
00:09:07: Das war dann in den Sechsten.
00:09:10: Und der erste Mandat gab es in den Neunzehnten, also das war kurz nach der Ermordung von Benno Onesorg, die Radikalisierung RF.
00:09:18: diese ganze Zeit.
00:09:19: hatten sie jemals als CDU Politiker später zum Beispiel Angst oder in dieser Zeit Angst vor Anschlägen?
00:09:25: Nein, von der Angst kann ich nicht reden.
00:09:26: Aber für den Weg, da wurde ich ja dann Mitglied im Berliner Abgeordneten aus.
00:09:34: Ich bin damals angesprochen worden von der CDU also nach dem ersten der Reaktionär.
00:09:42: Bin ich angesprochen geworden als sogenannte Anderer-Achten-Sechtsjahr?
00:09:49: Weil übrigens alle Parteien, ob das SPD oder CDU war, die waren ja absolut hilflos im Umgang mit dem was studentische Revolution war.
00:09:59: Was da passierte in Hinblick auf Hochschulpolitik aber auch in Hinblicke auf Versuche gesellschaftspolitisch grundlegende Veränderung Demokratie ich sage in Frage zu stellen Das wären viele, die damals drinnen werden.
00:10:16: Das
00:10:17: würde ihnen wieder sprechen.
00:10:18: Häftig widersprechen und sagen sie hatten nur eine bestimmte Idee von Demokratie in dem Punkt.
00:10:24: Aber Peter Lorenz war damals der Verantwortliche, der übrigens nicht nur mich sondern eine kleine Gruppe damals angeln wollte und wollten wissen was kann man da eigentlich machen?
00:10:36: Ich war dann ja schon Rechtsreferentar habe ich als Mitarbeiter in der CDU-Fraktion Gesetzentwürfe geschrieben und vergleichen, die übrigens dann auch eingebracht worden sind von CDU.
00:10:49: Mehr Demokratie wagen für Elternvertretungen beispielsweise!
00:10:54: Und jetzt kommen wir zur spannendsten Zeit, könnte man sagen...
00:11:10: wirtschaftliche Kraft und gesellschaftlicher Kraft zu stärken.
00:11:13: Und nicht die Position mitzutragen, die übrigens von der SPD damals vor allen Dingen ran.
00:11:22: Berlin ist eine sterbende Stadt.
00:11:24: Genau das Gegenteil musste herausgestellt werden.
00:11:29: Und aus der Insel Berlin wenigstens so etwas wie einer Halbinsel zu machen.
00:11:34: Das war mein Grundkonzept dabei!
00:11:39: Die wollten ja auch nicht, die alternative Liste war ja auch massiv gegen die Wiedervereinigung.
00:11:45: Das muss man alles dabei so... Und ich war einer der strikt eine andere Position hatte, auch bei allen Gesprächen mit der Führung der DDR.
00:11:59: Ich hatte mehrere Gespräche mit Honika und uns.
00:12:04: war auch empört über meine Position, die ich immer zur deutschen Widervereinigung hatte.
00:12:09: Aber das hat er dann nachher mit akzeptieren müssen weil ich da stur war wie ein Panzer und das hat sich ja auch als richtig ausgestellt.
00:12:19: Wie fanden Sie Honika wenn sie den getroffen haben?
00:12:22: Ein alter Mann der nicht genau auf dem laufende Zeit war und der zwar sehr im Detail drin war bei den Wünschen, die man hatte.
00:12:34: Da konnte man mit ihm zum Teil reden aber es war das krassisches System von einer spät gewohnten Diktatur wo die führenden Kräfte nicht mehr die Informationen bekamen von ihren Mitarbeitern dabei.
00:12:55: Ich will nur ein Beispiel nennen, das was es an moderner Technik gab.
00:13:00: Was aus Japan näher angeliefert worden ist und und und dafür hatte er überhaupt geglaubt diese hätten die Spitze insgesamt.
00:13:08: ich musste mich da immer sehr zurückhalten um ihn nicht zu erklären welche technischen Entwicklungen es insgesamt gegeben hat.
00:13:17: Da kann man nun sagen war so zurückhaltend ihm gegenüber.
00:13:22: aber das zeigte auch Die waren nicht mehr an der Zeit,
00:13:27: realitätswärmen
00:13:28: wirklich nicht mehr dabei.
00:13:31: Aber ich will noch etwas anders sagen bei all den Gesprächen und den... Ich hatte ja immer eine Liste dabei von Leuten die ihr freilassen solltet, den Weg nach Westen zu lassen.
00:13:43: Das hat war immer zum Teil vorher mit abgestimmt aber das funktionierte.
00:13:48: Und die Mauer erwähnt, oder ist das dann was?
00:13:51: Naja
00:13:51: natürlich.
00:13:54: Wir haben nicht über die Mau gestritten aber seine Position war als es die Demonstrationen in Ostberlin gab und sagt ja sagen Sie mir doch mal woher die westlichen Fernsehaufnahmen immer genau da sind wo die anfangen zu demonstrieren.
00:14:14: so geht das noch nicht.
00:14:15: Das ist doch alles manipuliert von eurem Wissern.
00:14:18: Es war richtig emotional dieser Punkt!
00:14:20: Und
00:14:21: in den letzten Jahren kam Ronald Reagan in ihrer Amtszeit nach Westberlin und jetzt haben wir schon darüber gesprochen, wie linksalternativ Kreuzberg-Sächsen-Dreißig damals war?
00:14:33: Wie haben Sie diesen Besuch in Erinnerung und auch das abregeln oder die Spannung, die in der Luft lag damals?
00:14:39: Ja ich habe das genau in der Erinnerungen, es war ja in Europa übrigens also nicht nur in Berlin.
00:14:45: Die Gegnerschaft gegen Reagan war ja zeitgeist.
00:14:50: Die Rede von Reagan, was er sagen würde, war mit dem Verantwortlichen der Alliierten hier in Berlin, da war ich informiert.
00:15:01: Da gab es über uns einen Punkt unterschiedliche Positionen.
00:15:04: Reagan hat die olympischen Spiele in Ost und West dabei mit gefordert ist.
00:15:09: Es waren insgesamt vier Pläne, die er davor getragen hat.
00:15:14: Ich kann mich gut daran erinnern, dass ich am Brandenburger Tor saß und kaum die Räder richtig hören konnte.
00:15:20: Weil ich ständig am Ohr hatte, welcher Krawall wenige hundert Meter entfernt von der linken weitgehend linken Protestbewegung gegen Regen gemacht worden ist.
00:15:36: also das habe ich sehr genau in Erinnerung.
00:15:40: und
00:15:41: wahnsinn nervös!
00:15:41: Dass da irgendwas passiert?
00:15:44: Ja, ich will zum einen ein Beispiel auch erläutern.
00:15:47: Es gab eine steilte Diskussion mit den Amerikaner an ob eine Veranstaltung am Brandenburger Tor verantwortbar war.
00:15:56: Der Berliner Senat war da sehr skeptisch weil wir keine Zwischenfälle dabei haben wollten.
00:16:03: dabei die amerikaner haben auf diesem Standort bestanden.
00:16:07: im Nachhinein würde ich sagen die amerikane haben das schon vorher abgeklärt, dass da nichts passieren kann.
00:16:15: Die Amerikaner und die Russen haben im Zweifelsfall, wenn es irgendwelche wirklich Probleme gab, haben sie sich zusammengesetzt und das gelöst.
00:16:24: Beispielsweise bei der Frage ob die Kliniker Brücke renoviert werden muss und bezahlt werden muss vom Westen was ich für falsch schielt in der Sache, da haben Sie richtig massiv Druck ausgeübt, dass das gemeinsam gemacht wird und mit Tricks über die Öffentlichkeitsarbeit.
00:16:44: haben sie denn das durchgesetzt?
00:16:47: Dieser Agentenaustausch, der fiel aber nicht in ihrer Zeit oder doch...
00:16:50: Doch, Agentenaoustausch.
00:16:51: Ja ja, damit hatten wir dann so, dass die Kliniker Brücke war ein Übergang nicht für Deutsche sondern nur für die Alliierten, die in Potsdam ihre Büros hatten und den Standort hatten.
00:17:06: Das war auch der sehr Punkt, richtig Die Klinika-Brücke war kaputt Wie viele Brücken in Berlin.
00:17:12: Und der Osten wollte, dass repariert wird und wir sollten das alles bezahlen.
00:17:18: Meine These dabei war kommt nicht infrage denn wenn wir uns darauf einlassen müssen wie eine Fülle von Brücken über in den ganzen Dorzen hier bezahlen aber auch um das zum Klima von damals richtig anzudeuten durchzusetzen meine richtige Position habe ich dann nachher nicht getraut weil es kurz vor den Wahlen waren Und übrigens wir in der Berliner Öffentlichkeit, über den Tagesspiegel vor allen Dingen.
00:17:45: Wir haben ja stärker alle irde Positionen vertreten als jeder andere und haben da massiven Druck ausgehüpft.
00:17:54: dieser junge regierende Bürgermeister ich war ja da knapp im Abend Der soll da keinen Affentheater machen
00:18:00: Was auch in ihrer Amtszeit viel.
00:18:02: die Konzerte vom Reichstag von westlichen Stars Michael Jackson zum Beispiel.
00:18:07: Ich weiß es, Sie haben mir in einem Gespräch gesagt wie die DDR und Erich Honecker darauf reagiert hat.
00:18:12: Zu einer der Grundpositionen von mir gehörte dass wir so viel Einheit in der Stadt demonstrieren wollen und sollen wie nur irgendwie möglich.
00:18:23: deswegen auch Konzerte unmittelbar an der Mauer von der westlichen Seite her damit drüben dir auch mit hören.
00:18:30: das spielte für die siebhundfünfzig Jahre vorher im Jahr eine bedeutende Rolle dabei, die Einheit der Stadt dabei demonstrieren.
00:18:40: Ja.
00:18:41: Vom Osten gab es wegen der Veranstaltung unmittelbar am Bahnburger Tor oder mal am Reichstag, wegen des Lärms, der die Charité und die Patienten der Charité tatsächlich nicht nur angeblich belästigte, gab's heftige Protester.
00:18:57: Aber nur deswegen?
00:18:58: Wir haben nicht gesagt...
00:18:59: Na ja!
00:19:01: Die haben nicht gesagt, wir wollen nicht dass unsere Leute da hingehen.
00:19:04: Das haben sie nicht in den Argumentationen uns gegenüber gemacht.
00:19:08: das war natürlich einer
00:19:09: der... Was haben Sie dann auf das argumentische Rete für sich gestört?
00:19:14: Wenn ich mich recht entsinne bin über das Argument mehr hinweggegangen.
00:19:20: Bevor wir weitersprechen lohnt es sich ein kleiner Blick auf die Jahre in denen Eberhard Diebken Berlin regierte denn kaum ein anderer Bürgermeister war bei so vielen prägendem Momenten der Stadt dabei.
00:19:31: Einen Jahr später findet zum Beispiel noch der größte Agentenaustausch des Kalten Kriegs auf der Kliniker Brücke statt.
00:19:56: Gleichzeitig erlebt Kreuzberg die ersten schweren Maikra-Walle.
00:20:03: In dem Jahr, in dem die Mauer fällt, sitzt er wieder in der Opposition und Walter Momba ist Regierender Bürgermeister.
00:20:08: Doch Diebgen kehrt zurück.
00:20:12: In seiner zweite Amtszeit fallen der Hauptstadtbeschluss, den Umzug von Bundestag und Bundesregierung, der Wiederaufbau des Potsdamer Platzes, die Eröffnung des neuen Adlons, die Reichstagsverhüllung von Christo, die Entstehung der Berliner Technoszene mit Clubs wie dem Tresor und der Wandel Berlins zu neuen Hauptstadt.
00:20:31: Die Zwei-Tausend-Eins endet seine politische Karriere abrupt.
00:20:35: nach dem milliardenschweren Bankenskandal um die Bankgesellschaft Berlin zerbricht die Große Koalition Diebgen wird durch ein Misstrauensvotum abgewählt und Klaus Woewerait übernimmt das Amt des riecherenden Bürgermeisters.
00:20:47: Können Sie sich nachher an irgendwelche Fluchtgeschichten erinnern, die in Ihre erste Amtszeit gefallen sind mit denen sie zu tun hatten?
00:20:52: Also Flucht aus der DDR nach West-Berlin?
00:20:54: Es gab ja in der ganzen Zeit immer sehr spektakuläre Fluchtaktionen Und damals ist eine Maschine im Tempelhof gelangen Und es war rechtswierig gelandet.
00:21:05: und da gab's denn einen amerikanischen Richter, der hier eingeflohen worden ist.
00:21:12: Ab wann war Ihnen klar das die Mauer vielleicht doch den nächsten Geschichte sein könnte?
00:21:17: Meine Behauptung war immer, die Mau wird fallen!
00:21:21: Unsern ist es natürlich wenn ich jetzt die Behauptungen aufstellen würde... ...ich wusste dass ihr am neunten November verhält.
00:21:29: Da waren sie dann ausgerechnet nicht mehr Bürgermeister Ja, aber wie haben Sie diesen Nacht erlebt?
00:21:36: An dem Tag hat meine Tochter Geburtstag.
00:21:38: Ich war damals Fraktionsvorsitzender und bin damals dann etwas früher nach Hause gelernt.
00:21:45: Dann kriegte ich einen Anruf meines Mitarbeiters.
00:21:49: Das war damals Thomas de Maizière der sagte da bewegt sich was!
00:21:54: Aber man weiß noch nicht was genau ist.
00:21:57: wir sind aber aufgefordern eine Stellungnahme abzugeben.
00:22:00: Da haben wir uns auf die Stellungnahme verständigt.
00:22:04: Bewegungen in die richtige Richtung, aber nicht genug.
00:22:07: Danach bin ich zum SFB an der Armenschau.
00:22:12: Da war auch Mompa dabei.
00:22:15: Du hast kurze Diskussion ... Ich weiß gar nicht mehr wie intensiv wir da schon die Informationen.
00:22:21: Aber Sie wissen, weil der Momba weiß ja immer daraufhin, er hätte sehr detaillierte Informationen vorher schon gehabt dabei.
00:22:31: Sicherlich die Information, die DDR wirklich wollte, die wollten ja nicht, sie wollten ja Erleichterung haben aber Mauerfall und so spielte da noch keine Rolle.
00:22:45: Dann bin ich von daraus an die Mauer gefahren Bin auch dann einmal durch die an den Grenzposten vorbei nach Ostberlin reingelaufen, war das insgesamt.
00:22:59: Und dann war ich mehrmals mit einem vollen Auto von der Mauer mit Ostberlindern zum Kurfürsten Damm gefahren.
00:23:09: Die wollten alle mal den Kudam sehen.
00:23:11: ob wir das morgen noch können, wissen wir ja nicht.
00:23:14: Das ist erkannt?
00:23:15: So war die...ja, ja
00:23:17: lustig!
00:23:18: Sie haben ja gesagt, das hat sie sehr geärgert, dass sie zu dem Zeitpunkt nicht... Bürgermeister, aber beziehungsweise, dass es zu diesem Zeitpunkt Rot-Grün regiert hat?
00:23:26: Naja.
00:23:26: Das hat mich schon geärgert.
00:23:28: Dass es zu demzeitpunkt eine Berliner Regierung gab die von Wiedervereinigung nichts hören wollte Währenddessen meine Position auch als bekannter Politiker der früher Regierender war Eine andere Position war und und Watamompa hat ja seine Position erst verändert in der zweiten Hälfte des Jahres, nein nicht Zweiten Hälften, zweitem Viertel des Jahres.
00:23:59: Aber dann ist er konsequent weiter Wiedervereinigung auch gewesen aber nicht sein Koalitionspartner.
00:24:06: also die alternative Liste.
00:24:09: die waren nicht nur skeptisch sondern ging für Wiedervereinigung und die Forderung dabei.
00:24:16: Das
00:24:17: hat mich massiv geagert, ansonsten war es Ihnen eines zu sagen.
00:24:20: Heute sehe ich dazu erstmal die Debatte danach bei vielen Veranstaltungen, denen ich in der EMAI in DDR war dabei mit dem Trabi durch die Gegend gefahren und das war eine spannende Zeit.
00:24:36: Zweitens Wenn ich diese Zwischenphase nicht gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich nicht bis in dieses Jahrhundert Regierender Bürgermeister danach hergewiesen.
00:24:45: Okay.
00:24:46: Kamen Sie mit Momba klar?
00:24:48: Damals nicht!
00:24:52: Unser Verhältnis hat sich erheblich verbessert.
00:24:55: Versteht.
00:24:56: Dass sie neunundachtzig nicht wiedergewählt wurden hatte ja auch eine Spendenaffäre mit der Antis-Affäre zu tun.
00:25:01: Wie gucken Sie jetzt im Nachhinein darauf?
00:25:03: Anches Affäre war meiner Ansicht noch nicht das Entscheidende.
00:25:06: Lesen Sie mal bei dem Buch von Elmut Kohl nach, die Tatsache dass Gesundheitsverform durchgesetzt worden ist mit vielen Belastungen.
00:25:18: Spannend weil Gesundheitspolitik auch heute wieder eine Rolle dabei spielt.
00:25:23: Kohl schreibt auch er hat damals auf die Berliner Wahlen keine Rücksicht genommen.
00:25:28: normalerweise hätte er bestimmte Veränderung wenn Wahlen in einzelnen Bundesländern sind, nicht unmittelbar vor den Wahlen gemacht.
00:25:38: Aber Berliner waren im Deutschen Bundestag nicht stimmberechtigt, spielten keine Rolle im Bundesrat und folglich spielte das keine Rolle.
00:25:47: Das schreibt auch Helmut Kohl als einer der Grunde.
00:25:50: Ich glaube nun Monokäusal ist nichts.
00:25:54: Aber hatten Sie mit dem guten Kontakt?
00:25:57: Der Kontakt war in Ordnung.
00:25:59: Übrigens Helmut Kohl und seine Verbindung und seine Hilfestellung für Berlin waren vor dem Fall der Mauer besser als nach dem Fall, weil er nach dem fall der mauer in der frage Hauptstadt und und immer auf die Rheinbund Republik dabei auf die musste ein stückchen rücksichtigen.
00:26:20: Die richtige Unterstützung für berlin als deutscher Hauptstadt hatten wir aus der Familie von seiner frau
00:26:26: Und die hat aber dann ein bisschen wahrscheinlich auf ihn eingeredet auch und ja,
00:26:29: Paul hat ja im Ergebnis für die... Aber es war alles etwas kompliziert.
00:26:36: Mir sehr in Erinnerung ist der Punkt als denn die Entscheidung zu Gunsten Berlins zunächst zum Gunsten Berlin zu sein?
00:26:45: War Kohl einer derjenigen gesagt und du wartet doch mal ab welche Einzelentscheidungen dabei gekommen sind.
00:26:52: Und dann in der anschließenden Debatte wurde ja dieser Beschluss, Berlin wird Hauptstadt eigentlich ohne wenn und aber.
00:27:03: Wurde er dann verändert in Aufteilung des Regierungssitzes?
00:27:08: und da hat ja Bonn viel besser.
00:27:11: Das ist ganz typisch dafür ist vielleicht ganz spannend als im Jahr vierneinzig war das dann die Entscheidung getroffen worden.
00:27:21: so und soviel Regierungsstellen bleiben in Bonn und so weiter.
00:27:26: Bleiben oder kommen nach Berlin, wobei ja Verschiebungen aus Berlin raus in andere Regionen der Bundesrepublik Deutschland dazwischen ebenfalls eine Rolle spielten?
00:27:37: Haben wir uns die Frage gestellt können wie gehen wir eigentlich mit diesem Beschluss um?
00:27:41: Können wir sagen da sind?
00:27:43: ist den Interessen Berlins Rechnung getragen worden?
00:27:45: Ausreichend?
00:27:46: das war es nicht.
00:27:48: aber Wir haben uns entschieden zu sagen, das war ein ordentlicher Beschluss zugunsten Berlins.
00:27:55: Denn in dem Augenblick wobei was anderes gesagt hat werden die ganzen Ansiedlungsaktivitäten auf die wir ja angewiesen sind bis hin zu Firmen aus Sony beispielsweise und Japan dabei.
00:28:10: Das wäre jeweils schwierig gewesen.
00:28:13: Und dann war die Frage glaubt uns eigentlich Berliner Öffentlichkeit und die deutsche Öffentlichkei, dass wir so zufrieden mit dem Ding sind.
00:28:22: Unsere Analyse war... Die Bonner regen sich so auf obwohl sie so viel abgesahnt haben und behaupten sie seien die bösen Benachteiligten dieser Welt.
00:28:33: dieses Theater des Bonner Bürgermeisters und der Rheinbundtrepublik gegen den Beschluss macht es möglich zu behaupte das wir in Berlin gut abgeschwitten haben.
00:28:45: Verstehe ja Jetzt sind wir mitten drinnen in Ihrer zweiten Amtszeit von einundneinzig bis zweitausendeins.
00:28:50: Was ja unglaublich, haben Sie ja schon gesagt, prägende
00:28:53: Jahre für Berlin fürs wiedervereinigte Berlin
00:28:55: waren?
00:28:56: Auf welche Beschlüsse
00:28:57: die sie damals mitgefasst haben, sind sie im Nachhinein besonders stolz und welche bereuen sich vielleicht?
00:29:03: Also ich fange mal an mit den Bereuen.
00:29:04: das sind eigentlich weniger als das eine oder andere hätte man etwas stärker aus.
00:29:11: Wir sind ja jetzt auch wieder bei Fragen der Verwaltungsreform.
00:29:15: Damals ist die Zusammenlegung von Bezeugen gewesen und so, das sehe ich heute übrigens etwas skeptischer.
00:29:23: Das war damals aus Finanzgründen, aus vielen Gründen eine notwendige Entscheidung dabei.
00:29:30: Ob es im Ergebnis sinnvoll ist Charlottenburg- und Wilmersdorf in einem Bezeug zusammenzunehmen?
00:29:37: Die Kritik, die ich da ab und zu höre, halte ich nicht für völlig falsch.
00:29:42: Stolz?
00:29:43: Wir hatten ja immer die Schwierigkeit gegen den Rest der Republik... ...die Entscheidung für eine Einheit und für Gleichheit durchzusetzen.
00:29:53: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit in Ostentast!
00:29:56: Und ich glaube einer der wichtigsten Entscheidungen auf die bin ich auch stolz weil sie durchgesetzt worden ist gegen alle.
00:30:03: wir haben Dort, wo die Berliner den Durchgriff hatten und das durchsetzen konnten haben wir gleichen Lohn durchgesetzt.
00:30:13: Es sind dafür aus der Tarifgemeinschaft des Bundes unterländleren rausgeschmissen worden.
00:30:18: Das muss man sich ja alles genau vor Augen halten dabei.
00:30:22: Wir haben schlicht vermeiden wollen Und endlich damit aufhören wollen dass ein zwei Polizisten auf der Patrouille machte.
00:30:32: Der eine wohnte Hundert Meter weiter als der andere im Osten und der eine kriegt den vollen Lohn, und der andere kriegt einen halben Lohn.
00:30:40: Das ginge nicht!
00:30:42: Das ging nicht!
00:30:43: Übrigens noch heute werde ich von Leuten darauf angesprochen... das was sie damals gemacht haben, das war
00:30:50: ja.
00:30:50: Ja, verstehe.
00:30:51: Was viele kritisieren, im Nachhinein sind da die Privatisierung?
00:30:54: Ich will in Privatisierungen... Haben Sie da im nachhineinen andere Meinung dazu oder würden Sie es alles nochmal so machen?
00:31:00: Ja, Sie gehen von einer falschen Voraussetzung aus.
00:31:03: Die Privatisierung ist nicht von mir gemacht.
00:31:05: Das war danach die weitgehenden Privat, also es gab einen Punkt da.
00:31:10: aber ich will mal den Bereich Wohnungsbau wird ja da immer genannt.
00:31:16: Wir haben nur eine Wohnungsbaugesellschaft ist veräußert worden allerdings nicht insgesamt sondern ein Teil so dass der Einfluss des Landes Berlin auf die Geschäftspolitik gesichert worden ist.
00:31:31: nach meinem Ausschein hat der Nachfolger diesen Restbereich auch noch verkauft.
00:31:38: Der Punkt, dass die böse CDU die Privatisierung und der Wohnungsbau ist gemacht – das ist schlicht falsch!
00:31:46: Waren Sie mit involviert, wenn es darum ging, städteplanerisch in der Mitte Berlin neu zu gestalten?
00:31:51: Beziehungsweise welches eher Lieblingsbauer
00:31:53: aus dem Neunziger?
00:31:55: Damals gab's ja noch keine Richtlinienkompeten für den regierenden Bürgermeister Aber die Grundentscheidungen für Stadtentwicklung sind getroffen worden in einem Stadtentwirkungsausschuss.
00:32:07: Manchmal zum Ärger von meinen Mitarbeitern, tagte der bis in die späten Abendstunden und der Grundgedanke der Stadtentwickelung war – Die Vermischung der Systeme.
00:32:20: also nicht Bereiche aufbauen wo nur Gewerbe ist sondern Eine Mischung von sozialen Strukturen und Funktion dabei.
00:32:32: Das war der Grundgedanke in einer Wohnungsbaupolitik, und da habe ich zum Teil in Hinblick auf auch Gestaltungswagen.
00:32:42: Da gab es lebhafte Diskussionen mit dem Bärmalien Stadtwohnungsbaubildirektor.
00:32:48: Da habe ich durchaus mitdiskutiert.
00:32:53: Gibt es ein Gebäude, das Sie besonders toll finden aus der Zeit?
00:32:57: Jetzt eines herauszuheben ist nicht.
00:32:59: Aber ich nutze Ihre Frage um auf einen Punkt hinzuweisen, der immer gesagt hat, der Kohl hat so konservative Bauschein.
00:33:07: Alles was er gemacht hat die beispielsweise des Deutsche Historischen Museum den Peebaum dabei.
00:33:14: Das sind alles moderne Bauten, die er dabei gemacht hat.
00:33:18: Und das haben wir auch mit Unterstützung und der Grundgedanke.
00:33:22: Ansonsten wenn sie sich den Alexanderplatz und andere Plätze an waren, dass wir Büschungen dort hatten, keine Monokulturen dabei, sondern ...
00:33:32: Waren Sie damals je in so Orten wie dem Tacheles oder dem Trisor?
00:33:35: Die ja damals sehr viele Leute angezogen haben?
00:33:38: Da mochte ich sicherlich mal ein.
00:33:41: Ja,
00:33:41: Sie haben ja vorhin schon das angedeutet mit auch noch in den Achtziger an SO-Six und Dreißig.
00:33:45: Mit den Hausbesetzungen.
00:33:46: Das war so eine Hassliebe würden sie sagen?
00:33:49: Dies ist dieser Teil von Berlin oder...
00:33:51: Wir haben ja den Versuch gemacht, das halbwegs zu lösen aber die Hausbesetzung selbst hielt ich für falsch.
00:33:59: Es war auch recht schwierig in vielen Punkten.
00:34:02: Das Spannende an der Sache ist, dass ein Großteil der Lösung dadurch geschah, Berliner mit schwäbischen Migrationshintergrund, die Wohnungen dann gekauft haben und damit die Häuser gekauft habe.
00:34:16: Und damit ein Teil Probleme entkampft
00:34:19: haben.".
00:34:20: Und dann kam ja in der zweiten Amtszeit oder zum Ende der zweiten Anzeiten noch der Bankenskandal?
00:34:25: Wie gucken Sie darauf jetzt im Nachhinein?
00:34:26: Hast sie das überrascht?
00:34:27: Wünschen Sie sich da vorab eine andere Politik gemacht?
00:34:30: Also
00:34:31: wir müssen ja mal genau analysieren was wir unter Bankensskandal verstehen.
00:34:37: Die Grundidee beim wirtschaftlichen Aufbau Berlins und im Bankenbereich war, dass Berlin keine leistungsfähige Großbank hatte.
00:34:47: Übrigens die Berliner Bank in wirtschaftlichem Schwierigkeiten stand.
00:34:51: Die Berliner bank ist gerettet worden dadurch das es die Fusion dann mit anderen hier in berlin gab.
00:34:58: ich glaube dass das jedenfalls nicht falsch war.
00:35:04: Ich kann mich daran erinnern Chef der Bankgesellschaft gebeten habe und gesagt, sag mal müsst ihr euch unbedingt in einem bestimmten Bereich engagieren.
00:35:18: Das betraf Engagement an Brandenburg.
00:35:20: da erklärte er mir Der Wunsch der Brandenburger Region Und die Frage der langfristigen Bankgeschichten würde dafür wichtig eigentlich sein.
00:35:32: ich will nur auf die verschiedenen Aspekte dabei hinweisen.
00:35:38: Wenn man das Ergebnis des sogenannten Bankenskandals ansieht, ist durch die wirtschaftliche Entwicklung und die Preisgestaltung und die Wertentwicklung von Immobilien ja das was da an Schaden entstanden ist minimiert worden.
00:36:01: Die Zahlen sind so dass der Der Schaden durch den Armflughafen ist ein Mehrfass in dem Punkt.
00:36:10: Ich habe nie, wie wir uns auch in der Abstimmung mit Landowski, das Thema Wie der Schaden wirklich ist?
00:36:19: Das nicht nachträglich noch mal aktualisiert, weil es gar keinen Sinn hat.
00:36:25: Übrigens die Journalisten würden sonst was alles dabei erzählen und die Debatte hilft auch nicht weiter in diesem Punkt.
00:36:34: Also ihre Frage, was war da?
00:36:37: Das eigentliche Problem war ja eine Spende.
00:36:43: Die ein CDU-Mann an die Partei gegeben hat und die nicht richtig abgerechnet worden ist.
00:36:51: Wobei ich heute noch nicht weiß warum das nicht gemacht worden ist weil es eigentlich für die Selbstverständlichkeit dabei gewesen wäre.
00:36:58: also Sie sehen Es ist ein differenziertes Feld In unserer Gesellschaft, wenn solche Ansätze da sind ist das immer ein Riesenproblem.
00:37:12: Hat Ansätze dafür den Ruf einer ansonsten erfolgreichen Regierungsstätigkeit erheblich in Mitleidenschaft zu ziehen?
00:37:20: Dann reden wir doch mal über was Schönes.
00:37:22: oder haben Sie noch eine besondere Erinnerung an Ihre Zeit über die man nicht gesprochen haben, die noch erwähnenswert wäre?
00:37:30: der entscheidende Punkt ist, dass es gelungen ist die Stadt doch zusammenzuführen.
00:37:38: Das bei der Infrastruktur, all den Schwierigkeiten die dabei auftauchten das es gelingen ist übrigens beim Schulsystem einen Punkt einzusetzen der den Leistungsbereich stark an dem Vordergrund gerückt hat.
00:37:53: also das würde ich in den Vordergrund dabei stellen.
00:37:57: Ansonsten gab es ja eine Reihe von spannenden Besuchen, Kulturveranstaltungen.
00:38:04: Vielleicht sollte ich noch eines dabei sagen?
00:38:07: Es gab aus der Bundesrepublik die Forderung Riesensparmaßnahmen.
00:38:14: Am besten hätte man die einer der Universitäten schließen sollen, zur Kultureinrichtung schliessen und beim Zoo daran gehen sollen untergleichen.
00:38:24: Das hat der Senat und ich war da, das kann ich glaube ich sagen maßgeblich auch mit beteiligt.
00:38:32: Das haben wir schlägt abgelehnt weil wenn man jetzt mal dass nur im kulturellen Bereich sieht Ost- und West während des Kalten Krieges haben beide Seiten den Versuch gemacht in der Stadt Berlin sich besonders darzustellen heraus zu stellen dass sie die leistungsfähige Teil der Gesellschaft dabei ist.
00:38:58: Dabei ist viel Positives ausgekommen und die Idee, das was da positiv war nämlich, dass es im Ostteil der Stadt Opernhäuser gehabt mit großer Leistungsfähigkeit dabei jetzt plötzlich aus Finanzgründen das abzuschaffen Das ist eine verrückte Idee gewesen dabei, gegen die wir uns massiv während mussten übrigens immer mit der Folge, dass die Verschuldung des Landes damit größer war.
00:39:31: Eindeutig größer geworden ist.
00:39:34: aber die Grundidee das man die Vorteile von beiden dann auch für die Zukunft halten muss und nicht plötzlich an Strich macht.
00:39:45: Das ist einer der wichtigen Entscheidungen die wir damals getroffen haben.
00:39:51: Und da Sie mal fragten, worauf man stolz ist.
00:39:55: Darauf kann man der Stolz sein heute und stellen sich doch mal vor wir hätten damals andere Entscheidungen getroffen wie die Stadt Berlin dann heute aussehen würde.
00:40:05: Die Kulturstadt Berlin also da hätte er erst alles sonst was neu wieder aufgebaut werden müssen.
00:40:13: Wie finden sie Berlin Heute?
00:40:14: Was wünschen Sie der Staat für die Zukunft?
00:40:17: Also ich finde Berlin muss mal sich Gedanken darüber machen, was die Vision für die Zukunft ist.
00:40:24: Und ich finde das dabei Deutsche Hauptstadt eine wesentliche Rolle spielt und europäisches Zentrum.
00:40:32: Und dass der Grundgedanke ja Freiheit dabei eine wichtige Rolle spielt, die Vielfalt dabei.
00:40:41: aber ich wünsche mir, dass das was man heute über uns nicht nur in Berlin sieht dass die gesellschaftlichen Minderheiten, die wir hier haben, dass sie von großem Egoismus nicht nur Individualismus sondern Egoismus geprägt sind.
00:40:59: Dass man da mal ein bisschen gegenhält dabei gesellschaftlich gegenhält.
00:41:05: Es kommt auf Die Gesamtverantwortung für alle an und nicht das herausstellen Von minderhalten Rechten über die wir vor allen Dingen in Berlin diskutieren.
00:41:15: Es ist natürlich unglaublich schwierig, ein ganzes Leben in dreißig oder fünfundvierzig Minuten zu erzählen.
00:41:21: und das Recht wenn jemand wie Eberhard Diebken nicht nur Zeitzeuge war sondern die Geschichte Berlinsjahr über viele Jahre selbst mitgestaltet hat.
00:41:28: Natürlich hätten wir auch noch über unzählige weitere Themen sprechen können aber irgendwo muss man ja auch mal einen Punkt setzen.
00:41:34: Ja und im Gespräch haben wir unter anderem über die Hausbesetzer Szene der Siebziger-und Achtzigerjahre gesprochen.
00:41:40: Und genau dort knüpfen wir in der nächsten Folge an, dann ist Marina Müller zu Gast eine der ersten Besetzerinnen des legendären Rauchhauses in Berlin Kreuzberg.
00:41:49: Sie erzählt warum sie mit gerade mal siebzehn Jahren ein leerstehendes Gebäude besetzte wie das Leben in einem der berühmtesten Hausprojekte Deutschlands wirklich aussah und weshalb das Rauchhaus bis heute ein Symbol für Protest.
00:42:03: Also, wir hören uns beim nächsten Mal.
00:42:04: Ich bin Mathi Geier.
00:42:11: Bis dann!
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